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International Das war der Samstag nach dem Brexit-Entscheid

Matthew Elliotts, der Chef der Austritts-Kampagne, hat es nicht so eilig mit dem Austritt aus der EU. Was man vom britischen Finanzkommissar Jonathan Hill nicht behaupten kann. Er erklärte seinen Rücktritt. Der Tag nach dem Brexit-Beben in Kürze.

  • Britischer EU-Kommissar Jonathan Hill kündigt Rücktritt an.
  • Schottische Regionalregierung bereitet zweites Referendum über Unabhängigkeit vom Königreich vor.
  • Aussenminister der EU-Gründerstaaten verlangen raschen Start der Austrittsverhandlungen.
  • Matthew Elliott, Chef der Brexit-Kampagne, will Austrittschreiben erst nach dem Sommer nach Brüssel schicken.

Der Ticker ist abgeschlossen

  • 21:15

    Das war der Samstag nach dem Brexit-Beben

    Hiermit beenden wir unseren Liveticker zu den Nachbeben in Grossbritannien und Europa. Natürlich halten wir Sie in unseren Nachrichtensendungen sowie hier auf SRF News weiterhin auch über die Folgen des Brexit-Entscheids auf dem Laufenden. Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

  • 20:44

    Kritik am Aussenministertreffen der EU-Gründerstaaten

    Die Aussenminister der sechs EU-Gründerstaaten forderten heute in Berlin einen raschen Austritt Grossbritanniens. Das Treffen sollte auch ein Signal der Einheit sein. Das sei deutlich missraten, kritisiert SRF-Deutschland-Korrespondent Adrian Arnold:

    «Das Treffen steht für genau das, was so viele in der EU kritisieren: Ein paar Wenige geben die Richtung vor, die andern müssen folgen.» Am Tag nach dem Brexit zeige gerade Deutschland als Gastgeber des Treffens und Führungsnation wenig Fingerspitzengefühl, sagt Arnold: «Heute wäre der Einbezug aller angebrachter gewesen denn je.»

    Legende: Video «Einbezug aller angebrachter wäre gewesen denn je» abspielen. Laufzeit 00:25 Minuten.
    Aus Tagesschau vom 25.06.2016.
  • 20:16

    «Chancen für schottische Unabhängigkeit gross wie nie»

    Die Schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon gab heute die Vorbereitung eines zweiten Referendums über die Unabhängigkeit von Grossbritannien bekannt. Dessen Chancen vor dem Volk wären heute so gross wie nie zuvor, meint SRF-Korrespondent Urs Gredig: «Wenn man bedenkt, dass beim gescheiterten Referendum 2014 eines der Hauptargumente die Angst war, bei einer Loslösung vom Königreich auch aus der EU ausgeschlossen zu werden, dann fällt dieses Argument jetzt völlig weg.» So habe heute selbst die schottische Labourpartei erstmals Sympathien für das Anliegen gezeigt. Das müsse den Briten zu Denken geben, meint Gredig.

    Legende: Video «Hauptargument gegen schottische Unabhängigkeit ist hinfällig» abspielen. Laufzeit 00:57 Minuten.
    Aus Tagesschau vom 25.06.2016.
  • 19:24

    Schon zwei Millionen fordern neue Abstimmung

    Nach dem Brexit-Entscheid erfährt eine offizielle Petition, Link öffnet in einem neuen Fenster für höhere Hürden bei einem EU-Austritt in Grossbritannien gewaltigen Zulauf. Innert eines Tages unterzeichneten über eine Million Menschen die Forderung, die bereits seit Ende Mai online ist. Konkret verlangt die Petition, über die das Parlament nun eine Beratung «in Betracht ziehen» muss, dass ein zweites Referendum nur bei einer Stimmbeteiligung von mindestens 60 Prozent und einer Mehrheit von 75 Prozent Gültigkeit erlangt.

    Die Chancen einer solchen Petition seien übrigens etwa so gross wie jene der Schweizer Fussball-Nati, das Elfmeterschiessen im EM-Achtelfinal wiederholen zu dürfen, meint SRF-Grossbritannienkorrespondent Urs Gredig.

    Mehr dazu sowie zu einer Petition, die den Austritt der Hauptstadt London aus dem Königreich verlangt, lesen Sie hier.

    Screenshot
    Legende: Kurz vor 19:30 Uhr am Samstagabend knackte die offizielle Petition die Zwei-Millionen-Marke. petition.parliament.uk
  • 19:08

    Absage an schnelles Einheits-Referendum in Irland

    Der irische Außenminister Charlie Flanagan hat einem Referendum für ein vereinigtes Irland während der Austrittsverhandlungen der Briten aus der EU eine
    Absage erteilt. Die Wiedervereinigung mit dem zu Großbritannien gehörenden Norden der Insel sei zwar zu einem späteren Zeitpunkt im besten Interesse der Bürger, betonte Flanagan im Sender RTE. Dies setze aber die Zustimmung der Mehrheit in Nordirland voraus. Jedes weitere Referendum in nächster Zeit würde aber die Teilung eher weiter vorantreiben und wäre daher nicht hilfreich.

    Der stellvertretende Erste Minister Nordirlands, Martin McGuinness von der Sinn Fein, hatte nach dem Brexit-Votum der Briten eine Abstimmung über eine Wiedervereinigung mit dem EU-Mitgliedsland Irland gefordert.

  • 18:43

    Aus #Brexit wird #Bregret

    Für den Brexit gestimmt – und jetzt schon reuig: Nicht wenige Briten würden ihre Entscheidung gegen die EU offenbar gern korrigieren. Unter dem Schlagwort #Bregret, einer Mischung aus Britain und regret (= Bedauern), ist der Kater nach dem Referendums-Rausch am Wochenende ein grosses Thema in den sozialen Netzwerken.

  • 18:18

    Machen es die Briten bald wie die Schweizer?

    Nach einem Brexit müssten die EU und Grossbritannien ihre Beziehungen von Grund auf neu regeln. Welche Möglichkeiten es dafür gibt, lesen Sie hier.

  • 18:05

    Das Lachen ist ihm nicht vergangen

    Noch-Premier David Cameron nahm einen Tag nach seiner Rücktrittsankündigung an einer Militärparade in Cleethorpes teil.

    Ein lachender David Cameron an einer Militärparade in Cleethorpes / England.
    Legende: David Cameron wirkt erstaunlich gelöst. Keystone
  • 17:18

    Chef der Brexit-Kampagne gegen schnelles Austrittsschreiben

    Grossbritannien sollte nach Ansicht des Chefs der Brexit-Kampagne vor einem offiziellen Austrittsschreiben an die EU informelle Verhandlungen über die künftigen Beziehungen führen. «Am besten ist es, wenn sich der Staub den Sommer über legen kann und während dieser Zeit informelle Verhandlungen mit anderen Ländern stattfinden», sagte Matthew Elliott.

    Dagegen forderten die Aussenminister der sechs EU-Gründerstaaten in Berlin einen raschen Austritt des Königreichs. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel äusserte sich gleichzeitig etwas zurückhaltender: «Ehrlich gesagt, soll es nicht ewig dauern [...], aber ich würde mich jetzt auch nicht wegen einer kurzen Zeit verkämpfen», sagte Merkel bei einem Parteitreffen in Potsdam.

    Zur Übersicht: So läuft ein EU-Austritt. Die nächsten Schritte in der Infografik.

    Legende: Video So läuft das Austrittsprozedere abspielen. Laufzeit 00:48 Minuten.
    Aus Tagesschau vom 25.06.2016.
  • 17:02

    Was wohl Churchill heute sagen würde?

    ... in den sozialen Medien taucht heute auch die legendäre Zürcher Europa-Rede von Winston Churchill wieder auf, in der Grossbritanniens vielleicht grösster Staatsmann der Geschichte 1946 Europa zur Einheit und zur deutsch-französischen Versöhnung aufrief: «Therefore I say to you: let Europe arise!»

  • 16:50

    «Wer nicht optimistisch ist, muss gar nicht erst verhandeln»

    Bundesrat Didier Burkhalter hat sich am Rande der Delegiertenversammlung der FDP zu den Folgen des Brexit für die Schweiz geäussert. Sicher sei es jetzt nicht einfacher geworden, bis Februar eine einvernehmliche Lösung zu finden, sagte Burkhalter. Aber er sei Optimist. Ohne einen solchen Optimismus müsste man gar nicht erst verhandeln. Gefordert sei nun vielleicht etwas mehr Pragmatismus auch von seiten der EU.

    Legende: Video «Es wird nicht einfacher, aber es ist nicht unmöglich» abspielen. Laufzeit 04:08 Minuten.
    Aus News-Clip vom 25.06.2016.
  • 16:24

    Viele junge Briten sind entsetzt

    75 Prozent der britischen Wähler im Alter zwischen 18 und 25 wollten, dass das Vereinigte Königreich in der EU bleibt. Der Brexit ist für sie noch immer kaum zu fassen.

    Legende: Video «Wie ein Albtraum» abspielen. Laufzeit 01:11 Minuten.
    Aus News-Clip vom 25.06.2016.
  • 16:08

    Aus aktuellem Anlass

    ... noch dies: Auch heute beflügelt der #Brexit, Link öffnet in einem neuen Fenster die Netzgemeinde natürlich bei allerlei Spielereien.

  • 15:20

    Berset: «politischer Ernstfall»

    In seiner Rede an der Delegiertenversammlung der SP in Chur bezeichnet Bundesrat Alain Berset den Brexit als «politischen Ernstfall» für Europa und für die Schweiz, der zum Handeln zwinge. Wie die Freisinnigen bei ihrer Delegiertenversammlung sehen auch die Sozialdemokraten dafür natürlich das eigene Parteiprogramm als geeigneten Wegweiser.

    Berset am Rednerpult
    Legende: Alain Berset nimmt in seiner Rede in Chur Stellung zum Brexit. Keystone
  • 14:28

    1'350'000 Millionen Briten fordern zweites Referendum

    Die Zahl der Unterzeichner einer offiziellen Onlinepetition, Link öffnet in einem neuen Fenster steigt seit Freitag rasant an. Bereits weit über eine Million Briten fordern eine zweite Brexit-Abstimmung. Für einen derart gravierenden Entscheid benötige es eine Mehrheit von mindestens 60 Prozent sowie eine Stimmbeteiligung von mindestens 75 Prozent.

  • 14:18

    Freisinnige debattieren Brexit-Folgen

  • 14:15

    Labour-Chef will bleiben

    Der nach dem Brexit-Referendum der Briten unter Druck geratene Labour-Chef Jeremy Corbyn will als Oppositionsführer weitermachen. «Ja, ich bin hier», sagte er in London. Für die Labour-Partei gehe es jetzt darum, die Errungenschaften der Vergangenheit nicht verloren zu geben.

    Bei Umweltschutz, Menschenrechten und Arbeitnehmerschutz dürften keine Abstriche hingenommen werden, wenn europäische Richtlinien nicht mehr gelten.

    Corbyn
    Legende: Reuters
  • 14:06

    Britischer EU-Kommissar gibt sein Amt auf

    Der britische EU-Finanzmarktkommissar Jonathan Hill tritt zurück. «Ich glaube nicht, dass es richtig wäre, jetzt als britischer Kommissar weiter zu machen als ob nichts geschehen wäre», sagte Hill in Brüssel. Er habe daher Kommissonspräsident Jean-Claude Juncker mitgeteilt, dass er zurücktrete. Laut Juncker soll der Rücktritt am 15. Juli wirksam werden.

    Nach den Regeln des EU-Vertrags muss London nun einen neuen Vertreter für das Brüsseler Spitzengremium benennen.

    Hill
    Legende: Reuters
  • 14:05

    Schottland macht ernst

    Die schottische Regionalregierung bereitet ein zweites Referendum über die Unabhängigkeit von Grossbritannien vor und will eigene Gespräche mit der EU aufnehmen. Die notwendigen rechtlichen Schritte würden jetzt vorbereitet, sagte Regierungschefin Nicola Sturgeon. Mehr dazu lesen Sie hier.

  • 14:03

    EU-Gründerstaaten wollen vorwärts machen

    Bei einem Aussenministertreffen in Berlin forderten die sechs EU-Gründerstaaten rasche konkrete Verhandlungen über den Austritt Grossbritanniens. Frankreichs Aussenminister Jean-Marc Ayrault forderte zudem einen neuen britischen Regierungschef «innerhalb weniger Tage». Amtsinhaber David Cameron hatte seinen Rücktritt gestern für Oktober angekündigt.

    Legende: Video Aussenministertreffen der EU-Gründerstaaten abspielen. Laufzeit 00:57 Minuten.
    Aus Tagesschau vom 25.06.2016.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Niklaus Bächler (SVP-Hinterfrager)
    Hatten wir nicht dieselbe Situation in der CH mit der MEI?Da haben einige «grossmaulige rechtsnationalistische Politiker» eine Initiative vom Zaun gerissen & das Volk aufgewiegelt.Erschrocken waren sie,als dieses ihnen auf den Leim gekrochen sind.Genau dieselbe Bevölkerungsschicht (Alte & Büezer) erwacht nun auch in GB!Genau dieselben «Politclowns» stehen jetzt verblüfft da & wissen nichts mit dem Resultat anzufangen.Merken sie,wie der kleine Mann missbraucht wird?Dämmert's? Wohl noch nicht...!
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Nein, hatten wir eben genau nicht!
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  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    Keine Eile - das ist typisch für diese Bla Blas. Kein Wunder, nun geht es darum die Jöblis ins Trockene zu bringen. Sie haben das Volk nicht weniger angelogen als die andere Seite. Die versprochene "Kohle" fliesst nicht ins Gesundheitswesen. Bis zum Schluss wird das noch ein riesiger Scherbenhaufen. Immerhin hat es ihr Kommissar geschnallt - er geht. Die restlichen Staaten tun gut daran, die Briten überall rauszuwerfen, wenn sie es nicht schnallen wollen, dass sie nichts mehr zu melden haben.
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Herr Flueckiger, die Merkel hat es begriffen. Genau so wie Sie es empfehlen geht es nicht ohne dass man sich der Bloesse eines typischen EU-Turbo-Faschisten hingibt. Hoert auf solchen Mist zu machen. Stoppt genau diesen Unfug !!!
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  • Kommentar von Heiner Zumbrunn (Heiner Zumbrunn)
    Da haben einige Klamaukpolitiker wohl zuviel Stimmen gekriegt. Den BREXIT wollte man eigentlich nicht. Viel lieber wäre fast Allen ein knappes Ergebnis auf die andere Seite gewesen. So hätte man immer sagen können: "Das Volk hätte gewollt. Die classe politique ist schuld dass wir noch Mitglied sind." Wir kennen diese Art der Klamauk-Politik nicht nur in England, sondern auch in der Schweiz , Österreich, Finnland und einige weitere. Dämmerts bei Einigen?
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