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Schlacht um Rakka Der IS verliert Teile seiner «Hauptstadt»

Syrische Kämpfer auf dem Weg nach Rakka.
Legende: Syrische Kämpfer auf dem Weg nach Rakka. Reuters
  • Das kurdisch-arabische Bündnis der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) hat nach eigenen Angaben bei seinem Vormarsch im Norden Syriens ein erstes Stadtviertel im Westen der Stadt Al-Rakka eingenommen.
  • Das Viertel al-Romanija sei «nach zweitägigen Kämpfen befreit» worden, erklärte das Bündnis.
  • Al-Rakka war 2014 von Dschihadisten des Islamischen Staats (IS) eingenommen und zur Hauptstadt ihres «Kalifats» erklärt worden. Anfang der Woche waren die SDF-Einheiten erstmals von Osten her nach Al-Rakka vorgedrungen.

In Syrien rückten kurdisch geführte Einheiten weiter gegen den IS vor. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, hätten die Truppen der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) eine Offensive im Norden der IS-Hochburg Al-Rakka gestartet.

Die SDF hatten vor einigen Tagen den Sturm auf Al-Rakka in Nordsyrien begonnen und konnten mit Luftunterstützung einer US-geführten Militärkoalition auch schon teilweise ins Stadtgebiet vordringen.

Zu Hochzeiten der IS-Herrschaft lebten in Al-Rakka rund 300'000 Menschen, darunter 80'000 Vertriebene aus anderen Regionen Syriens. In den vergangenen Monaten verliessen tausende von Zivilisten die Stadt. Laut UNO-Angaben sollen sich derzeit noch rund 160'000 Menschen in Al-Rakka aufhalten.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    «Die SDF hatten vor einigen Tagen den Sturm auf Al-Rakka in Nordsyrien begonnen und könnte mit Luftunterstützung einer US-geführten Militärkoalition auch schon teilweise ins Stadtgebiet vordringen.» «könnte ... vordringen» oder konnte? Oder ... Oder vielleicht auch deutsch und korrigiert?
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    1. Antwort von Redaktion SRF News
      Danke, wir haben den Fehler gesehen und korrigiert.
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  • Kommentar von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
    Die Belagerer setzten gemäss New York Times (10.06.2017) in Raqqa weissen Phosphor ein: "U.S.-Led Forces Said to Have Used White Phosphorus in Syria". Auf einer Webseite von Journalisten der syrischen Opposition "Raqqa Is Being Slaughtered Silently", werden der SDF und der US-Koalition Kriegsverbrechen vorgeworfen: "SDF in Raqqa countryside, looting and sabotaging"; AI hatte diesen Vorwurf auch schon erhoben; Amnesty International: SYRIA: US ALLY’S RAZING OF VILLAGES AMOUNTS TO WAR CRIMES.
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    1. Antwort von Sebastian Demlgruber (SeDem)
      "Eine halbe Wahrheit ist immer eine ganze Lüge", soll Berthold recht gesagt haben. Die New York Times berichtet nur, dass der "Islamische Staat" behauptet (!) habe, es werde Weißer Phosphor gegen ihn eingesetzt - ein Stoff, der vom Kriegsrecht nicht verboten ist, sondern etwa zum Einsatz in Nebelgranaten dient, um feindlichen Schützen die Sicht zu nehmen. Das ist etwas anderes als die Chemiewaffen-Angriffe von Putins Verbündeten auf Zivilisten. Oder Putins Bomben auf Zivilisten in Aleppo.
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    2. Antwort von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
      Sie haben den Artikel offenbar nicht richtig gelesen....New York Times:.... as well as a monitoring group called Raqqa Is Being Slaughtered Silently. Hier die Erklärung wer das ist: Raqqa Is Being Slaughtered Silently is a Syrian opposition group of journalists, reporting Syrian opposition news and human rights abuses by Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL). Human Right Watches: Israel: Einsatz von weißem Phosphor eindeutig Kriegsverbrechen.
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    3. Antwort von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
      Der Einsatz des hochgiftigen weissen Phosphors (Brandwaffe) ist gemäss dem Genfer Abkommen über dichtbesiedeltem Gebiet verboten (160000 Menschen sollen sich im Stadtgebiet von Raqqa auf engem Raum aufhalten). SOHR; beide am 11/06/2017: About 70 civilian casualties during 6 days of the Coalition’s intense bombing for the stronghold of the “Islamic State” organization in Syria - 21 days of bombing escalation on Al-Mayadin city kill more than 180 people, including about 150 children and females.
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    4. Antwort von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
      Es ist nicht die feine Art wenn man den zitierten Artikel der New York Times so umdichtet bis er dem eigenen Weltbild entspricht und sich so wenige Menschen die Mühe machen den Artikel zu lesen. Die NYT ist kein Sprachrohr der Aamaq (IS) News, sondern nützt andere Quellen. Im Artikel ist weiter zu lesen, dass die erfahrenen IS-Kämpfer die Stadt bereits verlassen haben und Unicef, the United Nations Children’s Fund, warned that 40,000 children are believed to be trapped in the city.
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    5. Antwort von Simon Reber (kokolorix)
      Krieg ist immer eine schmutzige Sache, Soldaten beider Seiten werden zu traumatisierten, verrohten Unmenschen, Opfer und Täter zugleich. Die Angreifer werden versuchen möglichst nicht zu sterben, während die Verteidiger eine möglichst hohe Zahl an zivilen Opfern anstreben um ihre moralische Überlegenheit zu demonstrieren. Wer ist den da der Böse und wer der Gute? Die Islamisten welche sich hinter Frauen und Kindern verschanzen oder die Kurden welche so wenig Kämpfer wie möglich verlieren wollen?
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Es kämpfen mittlerweile Kombattanten aus etwa 80 Nationen in Syrien, mit teilweise wechselnden Allianzen. Die "Guten", die gibt es in Syrien schon längst nicht mehr.
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