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International Deutschland im Krieg gegen den IS

Vor der Küste Syriens, im südöstlichen Mittelmeer, hat die deutsche Fregatte «Augsburg» ihre Arbeit aufgenommen. Das Kriegsschiff soll dort den französischen Flugzeugträger «Charles de Gaulle» beschützen, von wo aus Luftangriffe gegen den IS geflogen werden. An Bord des Schiffes sind 230 Soldaten.

Totale auf ein Kriegsschiff
Legende: Die Fregatte «Augsburg» ist im südöstlichen Mittelmeer im Einsatz Keystone / Archiv

Gut drei Wochen nach den Anschlägen von Paris ist Deutschland mit der Unterstellung der Fregatte «Augsburg» unter französisches Kommando in einen neuen Anti-Terror-Einsatz gestartet. Wie ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam mitteilte, traf die Fregatte mit 230 Soldaten an Bord im südöstlichen Mittelmeer ein.

Dort schloss sie sich dem Verband unter Führung des französischen Flugzeugträgers «Charles de Gaulle» an. Von dort aus will Frankreich Luftangriffe gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) fliegen, die für die Attacken vom 13. November mit 130 Todesopfern verantwortlich gemacht wird.

Verlegung ins Arabische Meer

Der Flugzeugträger soll dazu durch den Suezkanal ins Arabische Meer verlegt werden. Die in Wilhelmshaven beheimatete «Augsburg» ist als Begleitschutz abkommandiert. Die Fregatte war bisher im Mittelmeer bei der Operation «Sophia» gegen Schlepper eingesetzt. Deutschland kann bis zu 1200 Soldaten in den Einsatz gegen den IS schicken.

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg begrüsste den Syrien-Einsatz der deutschen Armee im Kampf gegen den IS. Er sagte der «Bild am Sonntag», das Ziel der Mission sei, den IS zu zerstören. «Aber das wird Zeit brauchen, viel Zeit. Ich kann nicht sagen, ob Monate oder Jahre. Darauf müssen wir vorbereitet sein.»

30 Kommentare

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  • Kommentar von Ursula Schüpbach (Artio)
    Wenn ich mich hier so durch die Kommentarspalte lese, bin ich froh, dass das alles keine Uni-Professoren sind und das hier keine Uni. Das müsste man ja quasi wahnsinnig werden.
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  • Kommentar von Udo Gerschler (UG)
    Das wievielte Land ist es eigentlich, wo Deutsche Truppen stationiert werden in einen Krieg ,ist wo noch nie eine Kriegserklärung von irgendeinen anderen Land gegen dieses Land ausgesprochen wurde und die Regierung dieses Landes die BRD um Hilfe gebeten hat?
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Dass Europa ohne Konzept in den Stellvertreter-Krieg zwischen Schiiten und Sunniten zu schlittern beginnt, der in Syrien seinen Anfang nahm, ist ein enormer politischer Fehler. Damit erfüllt sich der lange gehegte Wunsch Teherans, endliche westliche Truppen bei der Arbeit gegen den sunnitischen Daesh (IS) zu sehen.Dem Hauptgegner Teherans. Diese Konzeptlosigkeit ist gerade das Merkmal europäischer Aussenpolitik. Man zeigt sich unfähig oder unwillens, politisch zu denken und politisch zu handeln.
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    1. Antwort von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
      2) An die Stelle von Diplomatie und Staatskunst ist Emotionalität getreten. Emotionalität, die den Weg zur Hölle mit guten Vorsätzen zupflastert. Wer sich jedoch ohne Plan und Ziel, ohne Exitstrategie in den Krieg um die globale Vorherrschaft zwischen Schiiten und Sunniten begibt, wird sehr bald festellen müssen, zu wessen Plan und Ziel er arbeitet und dazu seine eigenen Soldaten einsetzt.
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