Deutschland nimmt Abschied von Richard von Weizsäcker

Bundespräsident Joachim Gauck würdigt von Weizsäcker als «großen Deutschen». Der CDU-Politiker starb Ende Januar im Alter von 94 Jahren.

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Bildlegende: Bundespräsident Joachim Gauck verneigt sich vor dem Sarg von Richard von Weizsäcker. Keystone

Alle kamen sie in die Kirche: Kanzlerin Merkel vor ihrem Abflug an die Friedensverhandlungen in Minsk, Mitglieder der Regierung, sowie die Familie des verstorbenen Staatsmannes. Rund 1400 Gäste erwiesen heute Richard von Weizsäcker die letzte Ehre.

Trauerfeier für Richard von Weizsäcker

0:22 min, aus Tagesschau am Mittag vom 11.2.2015

Bundespräsident Gauck würdigt Vorgänger

Der Staatsakt begann mit einem Gottesdienst im Berliner Dom. Im Zentrum der Ansprachen standen die politischen Erfolge Richard von Weizsäckers.

Bundespräsident Joachim Gauck sagte, es sei nicht im Grundgesetz vorgeschrieben, dass ein Bundespräsident eine moralische Instanz zu sein habe. Es sei auch nicht vorgeschrieben, dass er intelligent sein, der sittlichen Vernunft folgen und auch noch durch gute Reden überzeugen können solle. Aber Richard von Weizsäcker habe all dies beherrscht und gelebt.

Weizsäcker war am 31. Januar im Alter von 94 Jahren gestorben. Von 1984 bis 1994 war er Staatsoberhaupt Deutschlands. In seine Amtszeit fielen die friedliche Revolution in der DDR und die deutsche Wiedervereinigung.

Als berühmtester Satz Richard von Weizsäckers gilt seine Aussage zum Ende des Zweiten Weltkriegs als er vom «Tag der Befreiung» sprach.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Parteiübergreifende Trauer

    Aus Tagesschau vom 31.1.2015

    Wie beliebt Richard von Weizsäcker als Politiker war, zeigt sich daran, dass er in Deutschland über alle Parteigrenzen hinweg gewürdigt wird. Würdigende Worte gab es zum Abschied auch von Bundeskanzlerin und CDU-Parteikollegin Angela Merkel.

  • Richard von Weizsäcker gestorben

    Aus Echo der Zeit vom 31.1.2015

    Richard von Weizsäcker war der erste gesamtdeutsche Bundespräsident nach der Wende. Er ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Wie kaum ein anderer hatte er den Respekt und das Vertrauen der Deutschen Bevölkerung auf seiner Seite. Gespräch mit Heribert Prantl.

    Simone Fatzer