Eine Regionalwahl mit Signalwirkung

Eine Woche vor der Bundestagswahl in Deutschland bestimmen heute die Bayern einen neuen Landtag. Den Umfragen zufolge darf die seit Jahrzehnten regierende CSU bei der Wahl auf eine absolute Mehrheit hoffen. Sie wäre dann nicht mehr auf einen Koalitionspartner angewiesen.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, hier bei der Stimmabgabe am Morgen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Darf auf die absolute Mehrheit hoffen: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, hier bei der Stimmabgabe am Morgen. Keystone

Im deutschen Bundesland Bayern sind heute rund 9,5 Millionen Menschen aufgerufen, ein neues Landesparlament zu wählen. Die Wahl gilt als wichtiger Stimmungstest für die Bundestagswahl in einer Woche. Alle Parteien erhoffen sich von der Regionalwahl Rückenwind auch auf nationaler Ebene.

Die Wahllokale sind bis 18.00 Uhr geöffnet. Unmittelbar nach ihrer Schliessung veröffentlichen die grossen Fernsehsender einen ersten Trend. Bereits wenig später werden erste Hochrechnungen erwartet.

CSU darf auf absolute Mehrheit hoffen

Bayern wird seit Jahrzehnten von der Christlich-Sozialen Union (CSU), der «Schwesterpartei» der CDU, regiert. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren verlor sie ihre absolute Mehrheit und regiert seither mit der FDP.

Den letzten Umfragen zufolge kann die CSU nun wieder auf eine absolute Mehrheit der Sitze im Landtag hoffen. CSU-Chef und Ministerpräsident Horst Seehofer könnte dann alleine regieren.

Bayern wählt

2:34 min, aus Tagesschau vom 14.9.2013

Ihr bisheriger Koalitionspartner FDP muss hingegen um einen Wiedereinzug in den Landtag bangen. Es ist unklar, ob sie die dafür notwendige Fünfprozent-Hürde erreicht.

Für die Sozialdemokraten geht der populäre Münchner Oberbürgermeister Christian Ude als Spitzenkandidat ins Rennen. In Meinungsumfragen lag die SPD landesweit zuletzt aber nur bei 18 Prozent. SPD, Grüne und Freie Wähler zusammen hätten weniger Stimmen als die CSU alleine.