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Die Leere am Himmel So wenig Flugzeuge sind zurzeit in der Luft

Wer nachts den Blick gen Himmel richtet, sieht Sterne, viele Sterne – aber kaum Flugzeuge. Die Coronakrise hat den Flugverkehr weltweit einbrechen lassen. Wo sonst Kondensstreifen den Himmel durchkreuzen, ist Leere.

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Legende:Der weltweite Flugverkehr: Links am 7. März, rechts am 7. AprilFlightradar24

Ein Blick auf die nackten Zahlen zeigt, dass der weltweite Flugverkehr zwischen Januar und April wegen der Corona-Krise um Dreiviertel zurückgegangen ist. Das beinhaltet sowohl Passagier- als auch Frachtflüge.

Exemplarisch aus Schweizer Sicht lässt sich das am Flughafen Zürich illustrieren. Dort sind die Flugbewegungen nahezu zum Stillstand gekommen. Wurden am 20. Februar noch 667 Starts und Landungen registriert, waren es am 20. April nur noch 35. Diesbezüglich spielt natürlich das Stilllegen fast der gesamten Swiss-Flotte eine entscheidende Rolle. Denn die Swiss sorgt für über 60 Prozent des Passagiervolumens am Flughafen Zürich.

Seit dem 23. März fliegt die Airline nur noch nach Minimalflugplan. Dieser gilt zunächst bis zum 17. Mai. Damit deckt sie weniger als zehn Prozent der üblichen Kapazitäten ab. Im Einsatz stehen nur noch sechs Flugzeuge für Linienflüge, davon fünf für Kurz- und Mittelstrecken sowie eines für Langstrecken. 85 Maschinen stehen am Boden. In Normalzeiten führt die Swiss rund 400 Flüge pro Tag aus. Aktuell sind es nur noch rund 43 pro Woche.

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Legende:Der Flugverkehr über Europa: Links am 7. März, rechts am 7. April

Da die USA faktisch seit dem 13. März ein Einreiseverbot für Europäer verhängt haben, ist der Flugverkehr in die USA stark gesunken. So fliegt die Swiss nur noch mit einer Maschine mehrfach die Woche den Flughafen New York-Newark an.

Weniger Hinflüge nach New York, bedeuten auch weniger Rückreiseflüge. Es lohnt sich deshalb ein Blick auf die Abflugzahlen des grösseren Flughafens von New York, dem John F. Kennedy-Airport. Dort zeigt sich Corona-bedingt ein massiver Rückgang von rund einem Dreiviertel der Flüge zu «Normalzeiten».

Und was ist mit Wuhan? Der Ort, der als Ursprung der Corona-Pandemie gilt, hat den Motor offensichtlich wieder angeworfen. Das zeigt sich nicht zuletzt auch wieder an steigenden Verkehrszahlen, beispielhaft abzulesen an der Anzahl an Abflügen vom Flughafen Wuhan.

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Legende:Der Flugverkehr über Ostasien: Links am 7. Januar, rechts am 7. AprilFlightradar24

Nachdem dort zeitweise gar nichts mehr ging, sind es inzwischen wieder rund 150 Abflüge pro Tag. Die Entwicklung in Wuhan setzt damit ein Gegentrend zur weltweiten Abnahme der Flugbewegungen.

Video
Aus dem Archiv: Unterwegs mit dem Krisenmanager der Swiss
Aus Rundschau vom 15.04.2020.
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«Rundschau» vom 15.4.2020

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45 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Meier  (Danimeier)
    Kaum sind die Flugzeuge verschwunden, erleben wir wieder die schönsten Sonnentage über mehrere Wochen hinweg. Also dieser Zusammenhang besteht wohl objektiv ganz klar. Ich geniesse diesen Himmel immens! Nur dürfte es gerne auch mal Regnen!
  • Kommentar von Albert Planta  (Plal)
    Der blaue Himmel sagt eindrucksvoll, wie wichtig der Umweltschutz ist.
  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    In Südasien und besonders in Indien machen die sich die Covid-19 Auflagen deutlich bemerkbar. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten war wieder der Himalaya zu sehen. Blauer Himmel und keine verdreckte Luft mehr. Die durch COVID-19 verursachte globale Pandemie hat sich weltweit bemerkenswert auf die Luftverschmutzung ausgewirkt.
    Eine verbesserte Luftqualität kann auch Leben retten. CH- Diese Ruhe ohne Auto- u. Fluglärm ist herrlich. Durchatmen pur. Die Natur hat eine Ruhepause vor uns Menschen.