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International «Die Mehrheit der Amerikaner gibt den Republikanern die Schuld»

Die US-Politik wusste welches Risiko sie mit einem «Government Shutdown» eingeht. Für SRF-Korrespondent Arthur Honegger ist «die enorme Polarisierung» zwischen Demokraten und Republikanern das derzeitige Hauptproblem. Die Zahlungsunfähigkeit droht aber erst Mitte Oktober.

Legende: Video «SRF-Korrespondenten zum Shutdown» abspielen. Laufzeit 2:51 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.10.2013.

«Das Hauptproblem ist, dass man in den USA kein volles Bewusstsein mehr hat», sagt SRF-Korrespondent Arthur Honegger in Washington. Die Wahlbezirke seien entweder eindeutig demokratisch oder eindeutig republikanisch. «Das führt zu einer enormen Polarisierung.»

Die Politiker fürchten am meisten die interne Konkurrenz aus der eigenen Partei, so Honegger weiter. «Sie verhalten sich deshalb so, dass es nur der eigenen Basis gefällt, oder gar den eigenen Twitter-Followern.» Diese Politik führte zu einer Budget-Krise nach der anderen und nun zum faktischen Stillstand des Staates.

«Republikaner schuld»

Den grösseren politschen Schaden scheinen derweil die Republikaner davon zu tragen.«Die Mehrheit der Amerikaner gibt den Republikanern die Schuld.» Aktuelle Umfragen zeigen, dass 72 Prozent gegen die republikanische Strategie seien, die Verwaltung auf Eis zu legen, um Obama zu zwingen, bei der Gesundheitsreform Abstriche zu machen.

An der Wall Street blieb es derweil verhältnismässig ruhig. Jens Korte, SRF-Börsenkorrespondent an der Wall Street, hat nachgefragt: «Solange Museen oder öffentliche Einrichtungen geschlossen werden, hat das noch wenig Einfluss auf die Realwirtschaft, so die Ansicht vieler Börsianer.»

Die bevorstehende Debatte über die Anhebung der Schuldenobergrenze bereitet der Wall Street weit mehr Kopfzerbrechen. «Wenn es bei dieser Debatte, vorraussichtlich am 17. Oktober, zu keiner fristgerechten Einigung kommt, wären die USA zahlungsunfähig».

6 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Schneider, Dübendorf
    Es waren ja auch die Republikaner, die sich quer gestellt haben wegen einem Gesetz das längst in Kraft getreten ist. Ist aber eigentlich egal, die beiden Parteien sind sowieso so gut wie ununterscheidbar.
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  • Kommentar von Urs Schmidlin, Riehen
    Man kann auch lesen: „Dagegen schildern gewisse europäische Korrespondenten die Lage, als stünde das finanzpolitische Armageddon kurz bevor. Verliebt in die Idee, dass in Amerika, und hier vor allem auf republikanischer Seite, der nackte Wahnsinn regiere, zeichnen sie ein Bild von den USA als einer Nation, die sich aus eigener Schuld an den Rand eines Abgrunds manövriert hat. Tatsache ist aber: der shutdown ist ein Washingtoner Brauch seit Jahrzehnten usw.“ (Hansjörg Müller).
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  • Kommentar von Dieter Wundrak, Frenkendorf
    Nicht nur ein grosser Teil der Amerikaner gibt den Republikanern die Schuld. Doch bei uns nicht anders. Warum? Wir sind nämlich am Schluss alle die Leidtragenden, wenn dieses Amerika kippe gehen würde. Das genügt doch hoffentlich als Antwort, die alle auch so sehen würden.
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