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International Die Nato umwirbt die Schweiz

Die Nato hat in der Schweiz viele Gegner. Doch nun macht die westliche Militärallianz der Schweiz Avancen: Man würde sehr gerne mit der Schweiz kooperieren, heisst es bei der Nato.

Nato-Vizegeneralsekretär Alexander Vershbow vor einer Nato-Flagge.
Legende: Nato-Vizegeneralsekretär Alexander Vershbow: «Die Schweiz kann von mehr Kooperation profitieren.» Reuters

Die Nummer zwei der Nato, der amerikanische Vizegeneralsekretär Alexander Vershbow, weiss um die ausgeprägte Nato-Skepsis in der neutralen Schweiz. Das hindert ihn aber nicht an Avancen: «Das Gute an den Nato-Partnerschaften ist ihre Flexibilität – deshalb können auch neutrale Staaten vieles gemeinsam mit der Nato machen.»

Schweden, Finnland und inzwischen sogar Österreich bewegen sich auf die Militärallianz zu. Die Schweiz zögert jedoch. Vershbow bedauert das. «Wir hoffen, dass die Schweiz erkennt, wie auch sie von mehr Kooperation profitieren kann.» Mit diversen Genfer Organisationen – wie dem Zentrum für Sicherheitspolitik – tue die Schweiz schon jetzt einiges. Sie beeinflusse gar die politische Debatte in der Nato, etwa bei Themen wie humanitäres Völkerrecht oder menschliche Sicherheit. Geschätzt werde auch die Schweizer Truppenpräsenz beim Kosovo-Einsatz.

Viele Kooperationsmöglichkeiten

Doch es wäre laut Vershbow mehr möglich. Man hoffe etwa auf Unterstützung bei der militärischen Ausbildung in Irak. «Die Schweiz verfügt in diesem Bereich über wertvolle Erfahrung.» Eine andere Möglichkeit für Schweizer Unterstützung sei die Befreiung der Ukraine von Minen. Oder die Cyber-Sicherheit, bei der die Schweiz gerade im zivilen Bereich einiges zu bieten habe.

«Ich könnte die Liste mit Kooperationsmöglichkeiten problemlos verlängern», sagt Vershbow. Der Zusammenarbeit ist aus Sicht der Nato kein Limit gesetzt, oder wie Versbow es ausdrückt: «Der Himmel ist das Limit.»

Anders gesagt: Grenzen gibt es kaum. In der Schweizer Innenpolitik sehen das freilich manche anders.

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66 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Es wird einmal in den Geschichtsbüchern stehen-da gab es ein wunderbares Land, dass seine Freiheit über 700 Jahre tapfer verteidigt hat - dann kam ein BR und viele Sympathisanten die ihre Helvetischen Werte verraten haben weil sie sich vom Teufel EU und dem Beelzebub USA gebeugt haben. Das rechtschaffene Schweizer Volk ist nun in aller Welt zerstreut , die CH ist heute nur noch ein Finanzplatz und Urlaubsort für kranke Milliardäre . Es lebt nun der Wahnsinn an allen Ecken .
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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Bei obiger Karte denke man sich die Ukraine dazu, welche 2014 über Nacht eine Nato-freundliche und russlandfeindliche Regierung erhielt. Und man denke an das Assoziationsabkommen mit der EU, welches ein Militärabkommen ist (enge militärische Zusammenarbeit, Angleichung der Waffensysteme usw.). Mit dem Putsch in der Ukraine haben die USA für Russland eine rote Linie überschritten - verständlich.
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Und bald haben wir anstatt eines Kreuzes einen Stern... werden also eine Kleinst-Provinz der USA.. denn DIE haben ja eh das Sagen.. Die in Bern... ob die nicht Rueckenweh haben.. vom so vielen KATZBUCKELN vor der EU und den USA.. deshalb wohl das permanente gequaelte Laecheln unsere "Fuehrer"
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