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International Die vier Türme der Schweiz

16'000 Menschen täglich sollen in den kommenden sechs Monaten den Schweizer Expo-Pavillon in Mailand besuchen, der von vier gewaltigen Silotürmen flankiert wird. Für die Besucher gibt es Salz, Kaffee, Wasser und Thurgauer Apfelringli – wenn denn der Vorrat reicht.

Die Silotürme des Pavillons sind gut gefüllt: 2 Millionen Salz-Pakete der Schweizer Salinen befinden sich am Eröffnungstag im ersten Turm. In einem weiteren warten 2,5 Millionen Kaffee-Päckchen darauf, herausgegriffen zu werden.

Legende: Video Der steinige Weg zur Expo 2015 abspielen. Laufzeit 01:56 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.05.2015.

Alle Besucherinnen und Besucher können sich an diesen siloartigen Türmen bedienen – aber nur so lange der Vorrat reicht: «Es kann vorkommen, dass für die Besucher eines unserer Nahrungsmittel kurzzeitig nicht verfügbar ist», erklärte der Chef der Schweizer Expo-Präsenz Nicolas Bideau bei der offiziellen Vorstellung. Die Menschen sollten sich mit dem Mangel und der Endlichkeit der Ressourcen auseinandersetzen und so ihr eigenes Konsumverhalten hinterfragen.

Im dritten Turm sind 350'000 Wasserbecher eingelagert. Sie stellen den Expo-Besucher lokales Trinkwasser zur Verfügung. Ursprünglich sollten Nestlé-Wasserflaschen angeboten werden. Nach Protesten verabschiedeten sich die Schweizer Expo-Planer aber von dieser Idee. Beim vierten Turm können sich die Besucher schliesslich mit Apfelringli aus dem Thurgau versorgen. 420'000 Säcke gefüllt mit den kleinen Leckereien sind vorrätig.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    Wer kein Salz, keinen Kaffee oder keine Apfelringlein zu Hause hat, für den dürfte es sich sicher lohnen, deswegen nach Mailand zu fahren, um sich dort mit diesen wunderbaren Köstlichkeiten einzudecken. Ist die Schweiz, wieder einmal mehr eine millionenteure Lachnummer?
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  • Kommentar von Hans Klein, Bern
    Nestlé wäre doch ein "gutes Beispiel" dafür gewesen, wie Lebensmittel-Konzerne, die von der Schweiz aus operieren (oder hier eine Briefkastenfirma als "Hauptquartier" betreiben), für Nahrungsmittel- und Wasserknappheit auf der Erde sorgen, die eigentlich genug für alle hervorbringt, wo keiner hungern oder dursten müsste! – Na, wenigstens machen wir mit dem Kaffee darauf aufmerksam, dass wir von der Ausbeutung auf den Kaffeeplantagen weltweit profitieren. Oder wird das dort nicht erwähnt …?
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