Dominikanische Republik bestätigt Zika-Virus-Infektionen

Zehn Blutproben von Betroffenen auf der karibischen Insel sind in den USA als Infektionen mit dem Zika-Virus bestätigt worden. Die Regierung will jetzt mit strengen Massnahmen die Verbreitung durch die übertragenden Stechmücken eindämmen.

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Reisewarnungen wegen Zika-Virus

1:28 min, aus Tagesschau vom 24.1.2016

Die Regierung der Dominikanischen Republik hat zehn Fälle einer Infektion mit dem Zika-Virus bestätigt. Insgesamt waren 27 Proben in den USA getestet worden. Es seien nun «landesweit strenge Massnahmen» zur Eindämmung des Virus geplant, kündigte die Gesundheitsministerin der Dominikanischen Republik, Altagracia Guzman, an.

Nicht tödlich, aber gefährlich für Ungeborene

Das Zika-Virus ist nicht tödlich und führt bei rund 20 Prozent der Infizierten zu grippeähnlichen Symptomen. Es wird aber verantwortlich gemacht für tausende Fälle von Mikrozephalie bei Babys. Die Kinder werden mit einem ungewöhnlich kleinen Kopf geboren, was zu Hirnfehlbildungen führen kann.

Die US-Behörde für Seuchenkontrolle und Prävention CDC rät Schwangeren von Reisen in Gegenden ab, in denen das Zika-Virus auftritt. Die Warnungen betreffen inzwischen 22 Regionen in Südamerika und der Karibik. Das Virus wird durch Stechmücken übertragen.

In New York wurden kürzlich drei Menschen positiv auf das Virus getestet. Die Patienten waren vor kurzem in Gebiete gereist, in denen das von Mücken übertragene Virus verbreitet ist. Ein Patient hat sich bereits wieder vollständig erholt, während die beiden anderen auf dem Weg der Besserung sind.

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