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International Ein König appelliert ans Volk: Verteidigt einen toleranten Islam!

Marokkos König verurteilt religiösen Extremismus und fordert einen offenen Islam. Das hat er in einer Rede der Nation deutlich gemacht. Mohammed VI. rief sein Volk zu einer gemeinsamen Front gegen Fanatismus und Hass auf – im Inland wie im Ausland.

Mohammed VI. während einer Rede.
Legende: Der König plädiert für einen offenen Islam. In seinem Land lehren auch «murshidats» – also weibliche Predigerinnen. masnrt

Marokkos König will ein radikales Religionsverständnis nicht gelten lassen. In einer Rede an die Nation rief er zu einer gemeinsamen «Front gegen den Fanatismus und den Hass» auf.

Appell an Marokkaner im Ausland

Mohammed VI. verurteilte religiösen Extremismus und forderte seine Landsleute zur Verteidigung eines toleranten Islam auf. Im Ausland lebende Marokkaner sollten in ihrer neuen Heimat «den Frieden, die Harmonie und die Einheit» verteidigen.

Er verurteilte die jüngsten Anschläge von Dschihadisten in Europa, an denen auch mehrere marokkanisch-stämmige Islamisten beteiligt waren. Vor allem in Europa versuchten Extremisten, die Unwissenheit junger Muslime auszunutzen, «um ihre abwegigen Botschaften und falschen Versprechen» zu verbreiten, sagte Mohammed VI.

Der Monarch ruft die Marokkaner immer wieder dazu auf, einen Islam «des Friedens» zu praktizieren. Bei seiner Rede am Samstag richtete er sich aber zum ersten Mal direkt an die marokkanische Diaspora.

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37 Kommentare

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  • Kommentar von Margot Helmers (Margot Helmers)
    Das sagt ja grad der Richtige! Armut und Perspektivlosigkeit sind eine der Hauptursachen der IS Rekrutierung. Mohammed VI. verfügt laut US-Magazin "Forbes" über ein Vermögen von zwei Milliarden €. Über verschiedene Holdinggesellschaften ist die Familie an wesentlichen Unternehmen beteiligt. Marokko ist ziemlich reich an Phosphat mit einem Weltmarktanteil von ca. 75%. 80% vom Erlös gehen an die Königsfamilie und deren Umfeld. Genau das fördert Extremismus, den er jetzt verurteilt. Ein Heuchler!
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  • Kommentar von Paul Soltermann (ps)
    Das Spezielle an diesem Bericht ist die Tatsache, dass eine gemaessigte islamische Stimme ueberhaupt von den Medien verbreitet wird. In der Regel finden nur Brueller und eben Terroristen den Weg an die westliche Oeffentlichkeit.
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  • Kommentar von Chasper Stupan (kritischabündner)
    Bitte Leute, hört mit diesen peinlichen Kommentaren auf. Mit der Argumentation "die einen sind nicht so schlimm, weil die anderen sind auch nicht besser" wurde meines Wissens noch kein Problem gelöst. Eine Führungspersönlichkeit aus der muslimischen Welt hat zu Frieden, Harmonie und Einheit aufgerufen und sich gegen Fanatismus und Hass geäussert. Das ist eine einfache klare Botschaft und die sollte jeder unterstützen. Kein Aber!
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    1. Antwort von James Klausner (Harder11)
      Sie haben es klar erkannt und formuliert, danke!
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