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Trauerfeiern in Kuba Ein letztes Treffen zwischen Fidel Castro und «Che» Guevara

Legende: Video «Trauerzug für Fidel Castro in Santa Clara» abspielen. Laufzeit 0:24 Minuten.
Vom 01.12.2016.

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Nacht zum Donnerstag wurde die Asche des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro nach Santa Clara gebracht.
  • Dort wurde die Urne Castros in das Mausoleum seines einstigen Gefährten Ernesto «Che» Guevara gebracht.
  • Die Urne wurde mit Musik und Tanz begrüsst. Santa Clara war die erste Station des 950 Kilometer langen Trauerzugs, der am Mittwoch in der Hauptstadt Havanna begonnen hatte und in Santiago de Cuba im Osten des Karibikstaates enden soll.

Castro und der argentinische Arzt Guevara hatten sich in Mexiko kennengelernt und zusammen den Guerilla-Krieg gegen den kubanischen Diktator Fulgencio Batista vorbereitet.

Fidel Castro war am vergangenen Freitagabend im Alter von 90 Jahren gestorben. Castros Bruder Raúl, der seit dem Jahr 2006 an der Spitze des Staates steht, hatte wegen des Todes des Revolutionsführers eine neuntägige Staatstrauer ausgerufen.

Hohe symbolische Bedeutung

Der Trauerzug von Havanna nach Santiago de Cuba hat derweil hohe symbolische Bedeutung. Anfang Januar 1959 war Fidel Castro mit der «Karawane der Freiheit» in umgekehrter Richtung gezogen, als der Diktator Batista angesichts der Erfolge der Revolutionäre aus dem Land geflüchtet war.

Mit der Eroberung der strategisch wichtigen Stadt Santa Clara im August 1958 hatte Guevara Castro und seiner Rebellenarmee 1959 den triumphalen Einmarsch in Havanna ermöglicht.

Guevara verliess Kuba 1965, um zunächst im Kongo und dann in Bolivien eine Guerillaorganisation aufzubauen. 1967 wurde er in Bolivien gefasst und hingerichtet. Neben dem Mausoleum für Guevara befinden sich in Santa Clara auch ein Museum und eine Statue des Revolutionärs.

Fidel Castros Urne selbst soll in Santiago de Cuba beigesetzt werden.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Herbert Müller (Herbert Müller)
    Da gibt es noch mehr unschöne Seiten von Castro,Vorwürfe aus "die Welt.de": "Castro drängte Chruschtschow zum Atomkrieg. Die menschliche Zivilisation stand auf dem Spiel. Castro hätte lieber die Welt vernichtet, als zu verlieren. Castro wollte den atomaren Erstschlag der UdSSR. Der wahre Held war Chruschtschow". Etwas für die Historiker, war das wirklich so?
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Die Vision Castro konnte die USA nicht verhindern,. Che wurde in ähnlicher Manier wie Gaddafi ausgeschaltet, wobei Che auf Grund seiner Biografie und seiner Machtlosigkeit noch der bessere Mensch war. Im Kongo und Lateinamerika war das Leid der Bevölkerung durch den Einsatz von Beratern/Söldner jeglicher Art riesengross. Teilweise leben noch Einige der damaligen Entscheidungsträger der Weltmächte (Kissinger etc.), die nie zur Verantwortung gezogen wurden.
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  • Kommentar von Urs Graf (U.Graf)
    Che und Fidel vereint. Zwei von den Linken gefeierte Massenmörder und Unterdrücker. Begleitet und gehuldigt von den Berichten der Massenmedien. Unsere Welt ist abgrundtief Krank geworden
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    1. Antwort von Juha Stump (Juha Ilkka Stump)
      Krank geworden, meinen Sie? Diese Welt war schon immer krank. Wenigstens werden diese beiden heute etwas anders gesehen als bis zur sogenannten Wende im Jahr 1989. Damals galten sie fast überall noch als Herrgötter - und wehe, jemand wagte es, etwas gegen sie zu sagen und zu schreiben! Dann war man schnell einmal ein Kapitalist, Imperialist, Reaktionär und Revisionist - das habe ich selber so erlebt. Im Vergleich zu damals sind die heutigen linken Verherrlicher zahm und "lieb".
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