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International Ein tödliches Ritual fordert Menschenleben

In Südafrika sind 30 junge Männer bei missglückten rituellen Beschneidungen ums Leben gekommen. 300 werden noch im Spital behandelt.

Hände eines afrikanischen Mannes halten ein Messer und einen Schleifstein für die rituelle Beschneidung.
Legende: In Südafrika kommt es immer wieder zu Todesfällen bei Beschneidungen. Keystone

In Südafrika halten in dieser Jahreszeit verschiedene Volksgruppen traditionelle Männlichkeits-Zeremonien ab. Die Jugendlichen hatten in ländlichen Gegenden der Provinz Ostkap rund einen Monat in der Wildnis verbringen müssen, wo sie in Disziplin geschult und traditionsgemäss beschnitten wurden. 30 junge Männer überlebten das Ritual nicht.

Zehn Jugendliche wurden laut Gesundheitsbehörde ins Spital eingeliefert, nachdem sie am Sonntag gerettet wurden. Ihr Zustand sei «beängstigend», sagte ein Sprecher. 293 weitere Jugendliche seien im Spital. Einige von ihnen hätten keine Genitalien mehr.

Bei solchen Ritualen kommt es in Südafrika immer wieder zu Todesfällen. Die Beschneider sind oft mangelhaft ausgebildet und benützen unsaubere Instrumente.

Der regierende Afrikanische Nationalkongress (ANC) zeigte sich «erschüttert» über die neuen Todesfälle und rief dazu auf, die Beschneider medizinisch zu schulen, damit «ein verwurzelter, notwendiger Teil» des kulturellen Gewerbes sicherer werde.

Legende: Video Klinisch saubere Beschneidung in der Tuerkei abspielen. Laufzeit 1:32 Minuten.
Aus News-Clip vom 08.07.2013.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    im Übrigen habe ich gar nichts gegen Beschneidungen von Knaben, jedoch von einem Arzt. Es ist sogar manchmal medizinisch notwendig, dass eine Knabe beschnitten wird.
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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    AI hackt immer auf der Schweiz herum bezüglich Menschenrechtsverletzung und zudem wegen Rassismus. Die gleiche idiotische Institution sagt nichts gegen Beschneidungen und Zwangsverheiratungen. Dieser Artikel hat mich beschämt und sehr traurig gemacht. In der heutigen Zeit, wo alles scheinbar globalisiert ist, geschehen noch solch schreckliche Dinge. Die Schweiz sollte sich endlich klar und deutlich von diesem veralteten Brauchtum der Islamisten distanzieren.
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    1. Antwort von Benito Boari, St. Gallen
      Sprechen Sie im zweiten und evtl. im fünften Satz von weiblicher Beschneidung, Frau Eberhard? (ich meine nur: was hat das mit dem Artikel zu tun?) Und: maennliche Beschneidung hat nichts mit Islamismus zu tun, allenfalls mit Islam. Sie wird aber auch von Juden, Christen und Animisten praktiziert.
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  • Kommentar von Kurt E. Müller, Zürich
    Wirklich erschütternd. Vor allem, dass man nicht auf diese barbarischen Beschneidungen verzichten, sondern jetzt die Beschneider besser schulen will. Anscheinend gibt es ein Menschenrecht auf Verstümmelung seines Nachwuchses. Einfach weil man selber auch schon verstümmelt wurde. Unglaublich.
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Wenn es wenigstens bei den Beschneidungen bleiben würde! Es gibt noch heute afrikanische Stämme, bei denen es üblich ist, dass junge Männer mindestens einen anderen jungen Mann kastrieren müssen, erstens damit sie selber als "richtige" Männer gelten und zweitens damit die Stämme nicht allzu viele Köpfe zählen - als ob die wenigen noch Unkastrierten nicht selber genug Kinder zeugen könnten. Dies als Hinweis an alle "progressiv" Gesinnten, die von unserer Zivilisation genug haben.
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    2. Antwort von Benito Boari, St. Gallen
      "Es gibt noch heute afrikanische Stämme, bei denen es üblich ist, dass junge Männer mindestens einen anderen jungen Mann kastrieren müssen...". In welchen Kulturen ist das?
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    3. Antwort von Benito Boari, St. Gallen
      Ohne Gruppe kein Ueberleben, Herr Müller. Der Mensch muss notwendigerweise irgendwo dazugehören. Beschneidung ist ein mögliches Symbol von Gruppenzugehörigkeit. Natürlich ist Selbstbestimmung in Afrika noch weniger als in Westeuropa. Aber so frei sind wir auch nicht. Notwendiges Identitätsmodul bei uns: Erwerbstaetigkeit. Seien wir ehrlich was ist ein Schweizer ohne Arbeit?
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