Revoltierende Soldaten Elfenbeinküste akzeptiert Forderungen der Meuterer

Soldat mit vermummtem Gesicht Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Meuternde Soldaten übernehmen die Stadt Bouaké – sie fordern bessere Bezahlung. Reuters

  • Der Präsident der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara kündigte in einer Fernsehansprache am Samstag an, die Forderungen meuternder Soldaten zu «berücksichtigen».
  • Die Soldaten fordern mehr Lohn. Am Freitag hatten revoltierende Armeeangehörige die Kontrolle über die Stadt Bouaké übernommen, der mit rund 500'000 Einwohnern zweitgrössten Metropole des Landes.
  • Die Revolte hatte sich auf weitere Städte des westafrikanischen Landes ausgeweitet. Am Samstag fielen Augenzeugen zufolge auch Schüsse in einem Armee-Stützpunkt in Abidjan, der mit fünf Millionen Einwohnern grössten Stadt.
  • Der Verteidigungsminister des Landes, Donwahi, wurde von Meuterern nach einem Treffen festgehalten und konnte erst nach Stunden mit seiner Delegation die Residenz des Vize-Präfekten von Bouaké verlassen. Es wurde über eine Einigung bei den Gesprächen berichtet. Die Regierung habe zugestimmt, den Forderungen der Meuterer was Bezahlung und Arbeits- und Lebensbedingungen angeht, nachzukommen.
  • Soldaten-Vertreter erklärten später: «Der Präsident muss uns sagen, wann wir bezahlt werden und wie viel wir kriegen.».
  • Nach dem Ende des Bürgerkrieges wurde das Land 2011 wiedervereinigt. Die Armee setzt sich seitdem aus früheren Regierungstruppen und ehemaligen Rebellenkämpfern zusammen und ist zerstritten.
  • Bereits 2014 erreichten die Soldaten in einem ähnlichen Aufstand Nachzahlungen der Regierung.