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International Entführte Deutsche auf Philippinen wieder frei

Die örtliche Polizei hat die Freilassung von zwei deutschen Geiseln auf den Philippinen bestätigt. Der Mann und die Frau waren seit einem halben Jahr von Islamisten als Geiseln gehalten worden.

Soldaten in einem Lastwagen, einer mit Munition davor.
Legende: Sind die Deutschen dank der Soldaten oder dank des Lösegelds frei? Keystone

Die Polizei hat den Bericht eines Lokalradios bestätigt, nachdem zwei entführte Deutsche wieder auf freiem Fuss sind. «Sie sind jetzt in Sicherheit in einem Militärcamp», sagte Roberto Fajardo, Chef der Anti-Kidnapping-Einsatzgruppe. Der 72-jährige Deutsche und seine 55 Jahre alte Lebensgefährtin seien von Polizeibeamten in der Stadt Patikul auf der Insel Jolo in Empfang genommen worden.

Ein Sprecher der islamistischen Gruppe Abu Sayyaf hatte dem Lokalradio ein Interview gegeben. «Wir haben das Lösegeld erhalten», sagte er demnach dem Sender DXRZ. Ob tatsächlich Lösegeld geflossen ist, ist unklar.

Der 72-Jährige, aus dem Rheingau stammende Arzt und seine 55 Jahre alte Lebensgefährtin waren im April während einer Segeltour westlich der Philippinen entführt worden. Die Kidnapper der islamistischen Terror-Organisation hatten 4,8 Millionen Franken Lösegeld verlangt.

Schweizer ebenfalls entführt

Auch ein Schweizer Tierpräparator befindet sich 2012 in der Gewalt der philippinischen Islamisten. Das EDA sagt, man arbeite intensiv daran, die Freilassung der Geisel bei guter Gesundheit zu erreichen. Der Ostschweizer wurde im Februar 2012 entführt, als er mit einer Gruppe seltene Nashornvögel fotografieren wollte.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Die Rechnung wird in Menschenleben gezahlt! Üblich ist in solchen Fällen ein Lösegeld in Millionenhöhe. Der Marktpreis für eine AK-47 bewegt sich in Krisengebieten so zwischen 800-1000 Dollar. Wenn die Millionenbeträge aus der Lösegelderpressung an IS-Milizen und ähnliche Terrorvereine gehen, kann man sich ausrechnen, wie viele Menschenleben eine gekaufte Geiselbefreiung kostet.
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  • Kommentar von Willy Boller, Selevac
    Ist das tatsächlich das grösste Problem, ob Lösungsgeld bezahlt wurde oder nicht?
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    1. Antwort von Markus Berner, Bülach
      @W. Boller - ich denke das ist schon ein wesentlicher Anspekt: Geiselnahmen sind eine wichtige Einnahmequelle islamistischer Extremisten. Geld für Geiseln wird u.a. im Krieg des IS gegen die Kurden verwendet und wird Lösegeld bezahlt, so ist das eine Aufforderung, weitere Deutsche zu entführen. Die USA zahlen nie Lösegeld - und als Resultat gibt es kaum entführte Amerikanische Touristen...
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