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International Entwarnung nach Bombenalarm in Brüsseler Einkaufszentrum

Anti-Terror-Einsatz in Belgiens Hauptstadt: Nach einer Bombendrohung hat die Polizei einen Mann verhaftet und ein Shoppingcenter geräumt. Wie es aus Sicherheitskreisen heisst, soll der Verdächtige entgegen erster Annahmen aber kein Sprengstoff auf sich getragen haben.

Legende: Video Entwarnung nach Terrorangst in Brüssel abspielen. Laufzeit 00:52 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 21.06.2016.

Die Gefahr in Brüssel dürfte gebannt sein: Bei dem am Dienstagmorgen in Brüssel Festgenommenen wurde nach Angaben aus Sicherheitskreisen kein Sprengstoff gefunden. Der Mann war in der Nähe eines Einkaufszentrums festgenommen worden. Zunächst bestand der Verdacht, dass er eine Bombe mit sich führe.

Der nationale Krisenstab um Regierungschef Charles Michel war wegen des Vorfalls zusammengekommen.

City 2
Legende: Vor dem Einkaufszentrum City 2 soll sich der Mann verdächtig verhalten haben. Keystone

Mann soll Polizei angerufen haben

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte sich der Verdächtige telefonisch bei der Polizei gemeldet und angegeben, einen Sprengstoffgürtel zu tragen.

Die Gegend um das Shoppingcenter City2 wurde hierauf abgesperrt. Der Sender RTL hatte berichtet, der Einsatz habe um 5.30 Uhr begonnen. Dies, nachdem es einen Hinweis gegeben habe, dass sich in der Nähe des Einkaufszentrums im Stadtzentrum ein Mann verdächtig verhalte.

Verhaftungen schon am Wochenende

Erst am Wochenende hatte es in Belgien wegen einer «unmittelbaren Bedrohung» einen landesweiten Anti-Terror-Einsatz gegeben. Drei Männer wurden wegen «versuchten terroristischen Mordes» in Haft genommen.

Einem Medienbericht zufolge hatte es einen Hinweis gegeben, dass während des EM-Spiels der belgischen Fussball-Nationalmannschaft gegen Irland am Samstagnachmittag Anschläge verübt werden sollten. Die Attentäter wollten möglicherweise Fussballfans auf Fanmeilen in Belgien attackieren.

Seit Anschlägen von März in Alarmbereitschaft

Belgien ist seit den Brüsseler Anschlägen vom März in erhöhter Alarmbereitschaft. Am 22. März hatten sich zwei Attentäter im Flughafen Brüssel-Zaventem in die Luft gesprengt.

Knapp eine halbe Stunde später zündete ein Attentäter in einem U-Bahn-Waggon in der Station Maelbeek einen Sprengsatz und riss 16 Menschen mit in den Tod. Insgesamt wurden bei den beiden Anschlägen in der belgischen Hauptstadt 32 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Wenn sich ein aktuelles Ereignis als harmlos herausstellt, werden gerne alte Angriffe ins Gedächtnis zurückgerufen. Damit wird die natürliche Angst vor nicht kalkulierbaren Ereignissen möglichst erhalten. Ob die Wahrscheinlichkeit für das eigene Leben klein oder gross ist, spielt kaum eine Rolle. Ich möchte nicht respektlos erscheinen. Für die betroffenen Opfer ist ein Attentat schrecklich und ein Leben lang prägend. Ziel solcher Berichterstattung ist die Einschränkung der Freiheit für alle.
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