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International Erdbeben-Schaden in Italien wird auf 4 Milliarden Euro geschätzt

Die Schadenssumme nach dem schweren Erdbeben in der italienischen Apennin-Bergregion beläuft sich gemäss einer ersten Schätzung auf rund vier Milliarden Euro. Ministerpräsident Renzi versprach, dass die zerstörten Gemeinden wieder aufgebaut werden.

Eine Rettungskraft läuft durch das zerstörte Amatrice.
Legende: Immer noch rund 2500 Italiener der betroffenen Region leben derzeit in Zeltstädten. Keystone

Die Schäden nach dem schweren Erdbeben in Mittelitalien könnten gemäss erster Schätzung ungefähr vier Milliarden Euro betragen. Das sagte der Chef des Zivilschutzes, Fabrizio Curcio, in Rom.

Die genauen Details müssten noch bestimmt werden, «aber wir gehen nicht zu weit, wenn wir sagen, dass der Schaden bei vier Milliarden liegt», sagte Curcio. Priorität habe nun, die Menschen aus den Zeltstädten zu bringen. Dort lebten immer noch etwa 2500 Personen.

Aufgebaute Dörfer «schöner als zuvor»

Ministerpräsident Matteo Renzi versprach, die zerstörten Gemeinden würden wieder aufgebaut. «Wo sie waren, wie sie waren und wenn möglich noch schöner als vorher.»

Der Sonderkommissar für den Wiederaufbau, Vasco Errani, betonte, der Wiederaufbau werde genau kontrolliert. Schlüsselwörter dabei seien Legalität und Transparenz.

Erdbebensicherheit versprochen

Bei früheren Erdbeben in Italien wurde beim Wiederaufbau in die eigene Tasche gewirtschaftet; Korruption, Mafiaverstrickungen und eine lahme Bürokratie zogen den Aufbau stets in die Länge.

Das führte auch dazu, dass viele Häuser nicht sicher gebaut sind. Errani erklärte, die Häuser sollten in Zukunft erdbebensicher gemacht werden.«Im Falle eines Erdbebens darf es Schäden geben, aber nicht mehr Einstürze.» Das Erdbeben in der Apennin-Gebirgsregion vor genau einem Monat riss 297 Menschen in den Tod. Mehrere Orte wurden vollkommen zerstört.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    ich kenne die Gegend nicht. Aber es gibt sicher Orte in der Nähe, die nicht durch das Erdbeben erschüttert wurden. Könnte man nicht die bereits vorhandene Infrastruktur nutzen , und solch eine Ortschaft vergrössern und mit dem Bau beginnen. Und der kleine Rest der übrig geblieben ist, als Wahrzeichen erhalten? Das wäre sicherer und realer.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Das ist gar kein Problem für das florierende Italien. Brutto mit der üblichen Teuerung und Korruption werden das locker 8 Milliarden. Hoffentlich bleibt noch genügend Geld für erdbebensichere Häuser übrig. Mit gut 130 % Staatsverschuldung ist das Land AAA kreditwürdig. Früher oder später wird das ein Bombengeschäft für risikobereite Geldgeber. Für den gut gefüllten Europäischen Rettungsschirm ein Klacks. Juhuiiiii....
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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Renzi baut Luftschlösser. Wie will er aus dem Trümmerhaufen wieder einen Ort aufbauen. Vielleicht in 10 bis 20 Jahren. Eine Beruhigung für die Bevölkerung die jetzt in provisorischen Unterkünften ist. Und Hilfe und Spenden will er auch nicht annehmen.
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