Nach Eklat wegen «Hero»-Shirt Erdogan führt Uniformpflicht für Angeklagte ein

Ein Mann wird von Dutzenden Sicherheitskräften abgeführt, er trägt ein Hero-Shirt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Stein des Anstosses: Das T-Shirt dieses mutmasslichen Putschisten. Imago

  • In der Türkei sollen bestimmte Angeklagte vor Gericht künftig eine Einheitskleidung tragen.
  • Angeklagte im Zusammenhang mit dem Putschversuch vor einem Jahr müssten einen braunen Overall anziehen, kündigte Präsident Recep Tayyip Erdogan an.
  • Wer des Terrorismus' verdächtigt wird, muss eine braune Jacke und Hose tragen.

Niemand komme mehr so gekleidet vor Gericht, wie er wolle, sagte Erdogan am Samstag in der Stadt Malatya im Osten des Landes.

Der türkische Staatschef reagierte damit auf einen Vorfall, der drei Wochen zurückliegt: Ein mutmasslicher Putschist hatte im Gerichtssaal ein weisses T-Shirt mit der Aufschrift «Hero» getragen, dem englischen Wort für Held. Das führte zu einem Streit; die Anhörung wurde unterbrochen.

Medienberichten zufolge wurden in den folgenden Tagen landesweit mehrere Menschen festgenommen, die dasselbe T-Shirt trugen.

«  Niemand kommt mehr so gekleidet, wie er will. »

Recep Tayyip Erdogan
Türkischer Präsident