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International Erste Visite nach Mursis Absetzung: John Kerry in Ägypten

Ein Tag vor dem Prozess gegen Ex-Präsident Mursi weilt US-Aussenminister John Kerry in Kairo. Er will mit der ägyptischen Regierung über den Demokratisierungsprozess und das Verhältnis zu den USA sprechen.

Kerry steigt aus einem Flugzeug und begrüsst einen ägyptischen Politiker.
Legende: Kerry bei seiner Ankunft in Kairo: Der US-Aussenminister will auch die US-Finanzhilfe für Ägypten zur Sprache bringen. Reuters

Nach offiziellen Angaben von ägyptischer Seite wird sich Kerry mit dem Übergangspräsidenten Adli Mansur und Aussenminister Nabil Fahmi zu Gesprächen treffen. Darin möchte Kerry mit der vom Militär gestützten Regierung über den Demokratisierungsprozess in Ägypten sowie das Verhältnis zu den USA sprechen.

Es ist der erste Besuch eines hochrangigen US-Politikers in Ägypten, seitdem das Militär im Juli den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi abgesetzt hatte.

Kein Zusammenhang zu Mursi Prozess

Laut einem US-Vertreter hat der Besuch Kerrys keinen Zusammenhang mit dem bevorstehenden Prozess gegen Ex-Präsident Mursi. Kerry werde aber darauf hinweisen, dass die Rechtsstaatlichkeit eingehalten werden müsse.

Mursi steht am Montag vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, im Zuge seiner Absetzung durch das Militär zur Gewalt angestiftet zu haben. Bei den Unruhen kam es immer wieder zu Zusammenstössen zwischen Gegnern und Anhängern des islamistischen Ex-Präsidenten. Dabei kamen mehrere Menschen ums Leben.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Tamer Aboalenin, Bern
    Die SRF bearbeitet das Thema Ägypten als ob es kein Putsch gäbe! als ob es keine Zahlreichen Toten und Häftlinge gäbe, als ob es keine massive Menschenrechtsverletzungen tag täglich dort sattfinden. Merkwürdig, sehr sogar , weil wir historische Momente im wahren Sinne des Wortes erleben nicht nur in Ägypten sondern im ganzen Nahen Osten.
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    1. Antwort von Alois Wutz, Gerlafingen
      Wenn Sie den Artikel sorgfältig gelesen hätten, wüssten Sie, dass dies eine Agenturmeldung ist, die so von SRF übernommen wurde. Aber von Ihnen ist ja kein objektiver Kommentar zu erwarten, hauptsache die anderen sind an allem schuld...
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    2. Antwort von Tamer Aboalenin, Bern
      @Wutz, wenn Sie mein Kommentar RICHTIG lesen, dass merken Sie dass, es um das THEMA Ägypten geht im Allgemeinen.
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    3. Antwort von Alois Wutz, Gerlafingen
      Dann sollten Sie vielleicht auch mal die Putsch-kritischen Beiträge von SRF lesen, aber da können Sie ja keine Mursi-Propaganda anbringen... Was Ihre "historischen Momente" angeht, so sehe ich das so, dass das nach Demokratie dürstende Volk für die Islamisten die "Vorarbeit" leistet, damit diese nach dem Sturz der Despoten ihre eigenen Leute an die Macht wählen lassen können. Was danach passiert, sieht man ja u.a. auch in Tunesien, nicht nur in Aegypten... die geprellten sind die Demonstranten.
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  • Kommentar von Albert Planta, Chur
    Alles wieder ein Alten in Ägypten: Man will dem Kerry Sand in die Augen streuen und ein Regime a la Mubarak installieren.
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  • Kommentar von René Wagner, Möriken
    Die Obristen haben in Ägypten jeglichen demokratischen Ansatz abgewürgt. Es ist daher erbärmlicher Journalismus und eine Verniedlichung der Militärdiktatur, wenn da von einem Demokratisierungsprozess gelabert wir. Schon der Titel zeigt, wessen Geist da weht. Anstatt von Sturz zu sprechen, wird suggeriert, Mursi wäre lediglich abgesetzt worden. Das ist peinlich und intolerabel
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