EU beschliesst einheitliche Asylpolitik

Die Europäische Union hat ihre Asylpolitik reformiert. Asylverfahren sollen zukünftig schneller bearbeitet werden können. Die Massnahmen treten 2015 in Kraft. EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström nennt den Beschluss «historisch».

Die EU hat einheitliche Standards für die Aufnahme von Asylbewerbern beschlossen. In Zukunft sollen Asylverfahren schneller und fairer bearbeitet werden. Das EU-Parlament stimmte den Gesetzen zu, die im zweiten Halbjahr 2015 in Kraft treten sollen.

Laut EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström können Asylanträge künftig innerhalb von sechs Monaten bearbeitet werden.

Die neuen Bestimmungen sehen vor: Der Schutz für Minderjährige wird erhöht, Bewerber erhalten bessere Einspruchsrechte in ihrem Verfahren und Asylsuchende dürfen nach neun statt bisher nach zwölf Monaten eine Arbeit suchen.

Polizei und Justiz erhalten künftig Zugriff auf die Fingerabdruck-Datenbank Eurodac.

Bestehen bleibt die Dublin-Verordnung, nach der Asylanträge in dem Land bearbeitet werden, in dem der Asylsuchende erstmals in die EU einreist. In den
EU-Ländern waren 2012 330'000 Asylbewerber registriert.