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International EU weitet Marineeinsatz vor Libyen aus

Seit vergangenem Jahr geht die EU im Mittelmeer verstärkt gegen Schlepper vor. Der Einsatz «Sophia» wird nun ausgeweitet: Libyen wird dabei unterstützt, eine eigene Küstenwache aufzubauen. Zudem sollen europäische Soldaten künftig auch verstärkt gegen Waffenschmuggel vorgehen.

Gekentertes Flüchtlingsboot vor der Küste Libyens
Legende: Gekentertes Flüchtlingsboot vor der Küste Libyens: Die EU weitet ihren Einsatz gegen Schlepper aus. Reuters/EUNAFVOR MED

Die EU weitet ihren Marineeinsatz gegen Schlepper und Waffenschmuggler vor der Küste Libyens aus. Vorgesehen ist nun unter anderem ein Trainingsprogramm, das Libyen beim Aufbau einer Küstenwache unterstützen soll.

Einsatzgebiet ausgeweitet

Zudem sollen europäische Soldaten künftig auch den Waffenschmuggel in Richtung Libyen bekämpfen. Ziel ist es, Waffenlieferungen an die Dschihadistenmiliz IS und andere Gruppen zu stoppen, die gegen die libysche Einheitsregierung kämpfen. Damit «Sophia» wirksam gegen die Waffenschmuggler vorgehen kann, wurde das Einsatzgebiet stärker in Richtung Ägypten ausgeweitet.

Der UNO-Sicherheitsrat hatte bereits in der vergangenen Woche in einer Resolution einstimmig grünes Licht für die Massnahmen gegeben.

Die EU hatte die «Sophia»-Mission im vergangenen Jahr gestartet, um in der Flüchtlingskrise gegen Schleuser vorzugehen. Die EU-Schiffe dürfen dabei verdächtige Boote stoppen, durchsuchen und beschlagnahmen. Zudem rettet «Sophia» Flüchtlinge aus Seenot.

16'000 Menschen aus Seenot gerettet

Bisher hat die Mission laut EU dazu beigetragen, dass 71 mutmassliche Schlepper festgenommen und 139 für den Flüchtlingstransport bestimmte Boote unbrauchbar gemacht wurden. Zudem half «Sophia» dabei, fast 16'000 Flüchtlinge aus Seenot zu retten.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Sand (Jürg Sand)
    Die Abwahl Merkels wäre millionenfach billiger und millionenfach effizienter. Was soll das, Würstchen fassen, Schrottboote kaputt machen und Zehntausende nach Europa retten?!
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  • Kommentar von Kurt E. Müller (KEM)
    Die sollen doch lieber gleich eine Linienschiff Verbindung Libyen-Italien einrichten. Käme wahrscheinlich billiger und das Ergebnis wäre das gleiche. Oder endlich konsequent zurück schaffen.
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    1. Antwort von R. Glättli (R. Maier-G.)
      Mit Schettino als Kapitän!?
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    2. Antwort von A. Zuckermann (azu)
      Die Wiedereinführung des Botschaftsasyls, Prüfung vor Ort und legale Fluchtkorridore fordern wir Linken schon seit gefühlten 5 Jahren. Aber da müssten die Flüchtlinge wohl erst auf den Zähnen bei uns angekrochen kommen bis mann realisiert wie mann das Problem lösen könnte…traurig!
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    3. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      A.Zuckermann, Theorie und Praxis stimmen oftmals nicht überein. Auch mit Botschaftsasyl kämen weitere und andere Flüchtlinge auf dem Schlepperweg zu uns. Unsere Botschaften wären schnell überfordert und auch nicht mehr Herr der Lage. Die Linken denken da wohl nicht genau nach, was da sonst noch passieren kann.
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    4. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Linienschiffe könnte man einsetzen. Nur das Problem wird sein, das der Hinweg nach Europa überfüllt wäre und bei der Rueckweg nach Afrika gähnende Leere auf dem Schiff sein würde.
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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Die Sophia-Mission soll verstärkt werden. Die Flüchtlinge an Bord nehmen ist u.a. ihre Aufgabe. Nach Verpflegung und Betreuung aber zurück zum Ausgangspunkt. Die Flüchtlinge/Migranten sind gerettet, aber niemand will sie haben, so heute in der Tagesschau. Also kommt nur Italien in Frage, wie lange noch. Die bereits bestehenden Lager in Afrika müssen ausgebaut und unterstützt werden, sonst kommt es noch zu einer viel grösseren menschlichen Katastrophe.
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    1. Antwort von Margot Helmers (Margot Helmers)
      Wie solche Rettungsaktionen genau ablaufen, Teile davon wurden in "10 vor 10" gezeigt: https://www.youtube.com/watch?v=hljmofrO3Tw Sie sehen die Realität ist leider eine andere! Die einzige Lösung zeigt Prof. Sinn unter "Hans Werner Sinn: Spanien nimmt kaum Flüchtlinge!"
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    2. Antwort von robert mathis (veritas)
      Die Sophia-Mission ausweiten? Sie hat auf der ganzen Linie versagt,immer mehr unsichere Boote werden von Libyen aufs Meer geschickt weil die Schlepper den Flüchtlingen versichern können dass sie gerettet werden,so ist diese Mission auch indirekt für die vielen Toten verantwortlich.
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    3. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Das ist richtig Herr Mathys, nur ist der Schaden mit den Wassertaxis angerichtet und die Gummiboote können nicht auf offener See versinken. Bis hier endlich mal eine andere Lösung gefunden wird, können Monate und Jahre vergehen.
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