EU will Reisenden mehr Rechte geben

EU-Bürger sollen gegen eine «angemessene» Storno-Zahlung noch vor Reisebeginn von einem Vertrag zurücktreten können.

Reisende sollen nach einem Vorschlag der EU-Kommission künftig mehr Rechte bei Urlaubsreisen haben. So sollen EU-Bürger gegen eine «angemessene» Storno-Zahlung noch vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten können.

Kostenlos soll ein Rückzieher möglich sein bei Naturkatastrophen oder Unruhen im Reiseland, die den Urlaub beeinträchtigen könnten. Zudem sollen Urlauber besseren Schadenersatz erhalten und von einheitlichen Haftungsregeln profitieren.

Vor allem im Internet

Die neuen Regeln sollen vor allem den Verbrauchern zugutekommen, die sich ihre Reisen im Internet von verschiedenen Anbietern zusammenstellen. Beispielsweise wenn die Seite einer Fluggesellschaft mit einem Hotel verlinkt ist. Etwa jeder vierte EU-Bürger kauft nach EU-Angaben solche Pauschalreisen im Internet, bei der mehrere Anbieter beteiligt sind.

Damit der Vorschlag Gesetzeskraft erhält, müssen EU-Parlament und Mitgliedsstaaten zustimmen. Die neuen Regeln könnten frühestens in ein bis zwei Jahren gelten, sagte EU-Kommissarin Viviane Reding.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • EU will Ferienreisende besser schützen

    Aus Tagesschau vom 9.7.2013

    Wer im Internet selber Flug, Hotel und Mietauto bucht kann bös überrascht werden. Die EU-Kommission will diese Kunden nun besser schützen. Derweil schützt die Schweizer Reisebranche ihre Kunden besser. Bevor ein unzufriedener Reisegast vor Gericht geht, kann er kostenlos an den Ombudsmann gelangen. Hier kommt es meistens zu einer Einigung.