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Causa Sepp Blatter Ex-Fifa-Chef blitzt vor oberstem Sportgericht ab

Legende: Video «Sepp Blatter bleibt gesperrt» abspielen. Laufzeit 1:35 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.12.2016.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) stellt sich gegen Ex-Fifa-Chef Sepp Blatter. Blatters Suspendierung von sechs Jahren bleibt bestehen, sie sei rechtens.
  • Der ehemalige Chef des Fussball-Weltverbandes hatte beim CAS Einspruch gegen seine Suspendierung eingelegt. Blatter bestreitet jedes Fehlverhalten.
  • Die Entscheidung des CAS ist symbolischer Natur. Blatter ist ohnehin sportpolitisch Geschichte.
Legende: Video «Archiv: Das System Blatter» abspielen. Laufzeit 5:08 Minuten.
Aus 10vor10 vom 02.11.2016.

Die letzte Hoffnung von Ex-Fifa-Chef Joseph Blatter auf einen sportpolitischen Freispruch ist endgültig dahin. Laut CAS habe Blatter keine Reduktion, sondern nur einen Freispruch beantragt.

Die drei CAS-Richter fanden keinen Beleg für die von Blatter und Platini vorgetragene Version eines mündlichen Vertrages zu der umstrittenen Zahlung von zwei Millionen Franken im Jahr 2011. Somit habe Blatter die Fifa-Ethikregeln verletzt und Platini damals ein «unangemessenes Geschenk ohne Vertragsgrundlage» zukommen lassen.

Ich nehme das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs zur Kenntnis. Aufgrund des Verlaufs des Prozesses war kein anderes Verdikt zu erwarten.
Autor: Sepp BlatterEx-Fifa-Chef

Nun steht schwarz auf weiss, was ohnehin schon klar war: Die schillernde Karriere Blatters als Fussball-Funktionär ist beendet. Blatter war am 17. Dezember 2015 zunächst für acht Jahre von allen Fussball-Aktivitäten ausgeschlossen worden. Die Fifa-Berufungskommission hatte die Sperre später auf sechs Jahre reduziert.

Entscheidender als die CAS-Verhandlungen in Lausanne sind aber die Ermittlungen der Schweizer Bundesanwaltschaft in der Causa. Sie geht gegen Blatter wegen des Verdachts der Untreue vor.

Der Fall Blatter in Kürze

25.09.2015 Die Schweizer Justiz eröffnet ein Strafverfahren gegen Blatter wegen eines Millionen-Deals mit dem Uefa-Chef Michel Platini aus dem Jahr 2011. Der Vorwurf: Untreue.
07.10.2015
Die Ethikkommission sperrt Blatter und Platini vorläufig für 90 Tage.
23.11.2015
Fifa-Ethikrichter Hans-Joachim Eckert eröffnet offiziell ein Verfahren gegen
Blatter und Platini.
21.12.2015Die Ethikkommission der Fifa sperrt Blatter und Platini jeweils für acht Jahre.
24.02.2016Die Fifa-Berufungskommission reduziert die Sperren gegen Blatter und Platini von acht auf sechs Jahre.
02.06.2016
Die Schweizer Ermittler durchsuchen erneut die Fifa-Zentrale in Zürich. Wieder geht es auch um den Fall Blatter.

7 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Ich bin auch gegen Blatter, ein "Fussballkiller". Was mich aber stört ist, dass man vor allem auf ihm herumhackt, weil er 2 Millionen irgendwohin oder -woher erhalten hat und bei uns können in der Gemeinde ohne weiteres 8 Millionen einfach so verschwinden und keiner, nicht einmal die Juristen, haben etwas dagegen. Das ist völlige Ungleichheit und passt halt eben zu den "Gutmenschen".Denn denen kommt es einfach darauf an, wofür die Millionen verwendet wurden. Das nennt man "Verhältnismässigkeit".
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  • Kommentar von Karl Kirchhoff (Charly)
    Solche Greise sind nicht in der Lage loszulassen. Unfähig sein dasein ohne Arbeit oder besser (fragwürdige) Geschäfte zu beenden.
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  • Kommentar von M. Jaeger (jegerlein)
    Nachwievor ist mir nie klargeworden was dem Blatter ausser allgemeinen hass- und neidgetriebenen Vorwürfen eigentlich genau vorgeworfen wurde. Was sind genau definiert die Delikte die er begangen haben soll?
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    1. Antwort von Peter Schneider (Nourelain)
      Steht doch im Bericht.
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    2. Antwort von Franz NANNI (Aetti)
      Man hat Vorwuerfe gemacht aber nichts beweisen koennen... mal Warten was die Behoerdliche Untersuchung (Schweizer Bundesanwaltschaft ) ergibt, bis dahin gilt eigentlich dieUnschuldsvemutung.. Im Bericht steht uebrigens nur dass man den Verdacht hat...Beweise hat man bisher keine gefunden...
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