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International Ex-Pentagonchef Robert Gates rechnet mit Obama ab

Der ehemalige US-Verteidigungsminister Robert Gates bricht ein Tabu: In seinen Memoiren attackiert er ungewohnt scharf die Afghanistan-Politik von Präsident Barack Obama. Gates hat aber nicht nur den obersten Befehlshaber der Armee im Visier.

Ex-US-Verteidigungsminister Robert Gates bei einer Truppenparade.
Legende: Robert Gates (rechts) diente von 2009 bis 2011 unter Obama, zuvor drei Jahre unter dem Republikaner George W. Bush. Reuters

In einer Woche soll das Buch des ehemaligen US-Verteidigungsminister Robert Gates erscheinen. Die Memoiren haben es in sich.

Schonungslos rechnet der 70-Jährige mit der Afghanistan-Politik der Obama-Administration ab. Obama habe nur das eine Ziel: Die Truppen aus Afghanistan abzuziehen. Er vertraue seinen Kommandeuren nicht und glaube nicht an seine eigene Strategie im Kampf gegen die Taliban, heisst in dem Buch.

Zudem greift er auch Vize-Präsident Biden und Ex-Aussenministerin Clinton frontal an. Gates wirft Biden vor, er sei ein «Brunnenvergifter», Clinton sei eine Opportunistin, die ihr Mäntelchen nach dem Wind hängt.

Erste Auszüge wurden bereits in US-Medien publiziert. Die Abrechnung aus dem Ruhestand gelten als Tabubruch. Das Weisse Haus regierte demonstrativ gelassen. «Der Präsident schätzt zutiefst den Dienst von Gates als Verteidigungsminister», teilte eine Sprecherin des nationalen Sicherheitsrates mit.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    In Afghanistan gibt und gab es nie eine Strategie, die funktioniert hat und dass Vernünftigste ist "raus da". Und Obamas Krieg ist es nun mal nicht, er muss mit den Konsequenzen seines Vorgängers leben und das Beste aus der Situation machen - was wieder zum "raus da" führt. Letzten Endes ist G. W. Bush verantwortlich, was Gates ja auch schreibt.
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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Drittes Reich: Jeder der etwas kritisiert, wird als schlechter Patriot demontiert. Im Vordergrund wirkt die US-Regierung gelassen. Im Hintergrund wird der Namen "Robert Gates" bereits mit schwarzen Filzstift übermalt.
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  • Kommentar von Walter Wieser, USA
    Immer mehr US Spitzenleute wagen sich gegen die allmaechtige Obama Administration aufzulehnen. Langsam kommen die Tatsachen auf den Tisch. Die Obama Anbeter werden noch staunen was da alles in der pipeline ist.
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    1. Antwort von Adrian Flükiger, Bern
      @Wieser: Klar doch, am Schluss wird dem Obama auch noch in die Schuhe geschoben, dass er es war, welcher den Einmarsch in Afghanistan befohlen hat. So sind sie eben, die ewig verdrehten Republikaner und ihre Anhänger!
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    2. Antwort von Walter Wieser, USA
      @ Fluekiger Umarmen sie nur weiterhin ihren Messias! Das ist schon OK. Wenn sie dereinst von all den Skandalen um das Weisse Haus Seit der Uebernahme dieser Regierung erfahren wird ihre Enttaeuschung um so groesser sein. Natuerlich werden Leute wie sie auch dann wieder die Schuld in die Schuhe der verhassten Republikaner schieben. All dies zu ihrer und anderer Leute ihrer Information von einem LIBERTARIAN, nicht von einem Republikaner. Aber ich denke sie kennen den Unterschied sowieso nicht.
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    3. Antwort von M. Haener, Büsserach
      @Walter Wieser: http://nypost.com/2013/12/15/inside-the-saudi-911-coverup/ Was halten sie davon..?
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    4. Antwort von J-P Simon, Nietzscheaner, Bern
      M. Haener, Büsserach ob Herr Wieser ihren Hinweis goutieren kann, ich hab da meine Zweifel. Eher wird ihre Schreibe als das verstanden, dass alle Sümpfe in den Everglades, wo zahlreiche Alligatoren jeden Tag ihr Stelldichein geben, auszutrocknen beginnen.
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    5. Antwort von Walter Wieser, USA
      @ M.Haener. Natuerlich ist es nur ein Zeitungsbericht aber es ist naheliegend dass verschiedene Laender, zum Teil "befreundet" ihre Haende im Spiel hatten und immer noch haben. Die Finanzierung von Al Kaida ist ebenfalls in diese Kategorie einzureihen. Die NY Post ist im allgemeinen, im Gegensatz zu der NY Times doch recht zuverlaessig. So wuerde ich den Artikel, obwohl er mehr in die Gattung "Opinion" gehoert als zu etwa 50% als Tatsache bezeichnen. Keine gute Antwort aber schwierige Frage.
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    6. Antwort von kari huber, surin
      Vor etwa einem Jahr war Wieser noch ein Tea Party-Anhänger. Und jetzt Libertarian? What's next?
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    7. Antwort von M. Haener, Büsserach
      @Walter Wieser: Danke für ihre Antwort.., ich denke die Einsicht in die von Bush als geheim eingestuften 28 Seiten des 9/11 Reports muss erzwungen werden, bevor AIPAC und andere die Geschichte weiter zu ihren Gunsten umschreiben.
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