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International Falludscha «ist befreit»

Im Irak gerät die IS-Terrormiliz immer stärker unter Druck. Nun hat Iraks Ministerpräsident Haidar al-Abadi die Befreiung der Stadt Falludscha verkündet.

Ein Militärkonvoi mit der irakischen Flagge in der Stadt Falludscha.
Legende: Das Militär ist mit der irakischen Flagge in die Stadt Falludscha vorgedrungen. Reuters
Der irakische Ministerpräsident Haidar al-Abadi.
Legende: Der irakische Ministerpräsident Haidar al-Abadi. Keystone

Nach vier Wochen Rückeroberungskampf hat Iraks Ministerpräsident Haidar al-Abadi die Stadt Falludscha im Westen des Landes für befreit erklärt. «Im Irak gibt es keinen Platz für Daesh», sagte al-Abadi am Freitagabend in einer TV-Ansprache. Daesh ist die arabische Abkürzung für die Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS). Das nächste Ziel sei die Befreiung der nordirakischen IS-Hochburg Mossul, sagte al-Abadi.

Irakische Regierungstruppen waren zuvor ins Zentrum der Stadt vorgedrungen. Sie konnten dort das Hauptregierungsgebäude und ein Krankenhaus zurückerobern. Ein hoher irakischer Offizier erklärte, rund 90 Prozent der Stadt Falludscha sei nun in den Händen der Regierungstruppen.

Der IS hatte Falludscha im Januar 2014 eingenommen und begann von dort aus seinen Vormarsch im Irak. Die Stadt liegt rund 70 Kilometer westlich von Bagdad und hat eine hohe strategische Bedeutung, da sie unter anderem an einer wichtigen Verbindungsroute zu Syrien liegt.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    War der Irak nicht bereits 2003 "befreit"? Nachdem man bewusst die Mehrheit staatlicher Kräfte entmachtete, füllten dann sehr rasch nationale und internationale Extremisten das Machtvakuum. Die "Befreier" kümmerten sich in 1. Linie um ihre persönlichen Vorteile sprich Geschäfte. Die US-Regierung setzte Marionetten ein und die Wirtschaft des Iraks ging bachab. Sie wurde stets abhängiger von äußeren Mächten. Dies hat sich bis Heute nicht geändert. Die Folge waren Neid und permanenter Streit.
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Falludscha ist befreit. Immer wieder hört man von befreiten Städten und vertriebenen IS-Kämpfer. Vertrieben ist nich ausradiert. Diese Radikalen wüten weiter in anderen Gebieten. Wie will man sie ausrotten wenn sie nur vertrieben werden? Man müsste sie weiter verfolgen und eben vernichten für immer. Reporter und Poilitiker sagen nie wohin der IS weiterzieht. Gewalt und Panik machen in anderen Städten oder Regionen? Es ist ein Fass ohne Boden.
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    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Die komplette Vernichtung kann wohl kaum ein Ziel sein. Es geht darum ihnen die Macht und die Kontrolle über alle Gebiete zu entreissen. So werden sie auch die Kontrolle über viele ihrer Kämpfer verlieren.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Ich bin gespannt, was da noch alles kommt.Dass diese Städte bereits vor Jahren hätten befreit werden können ist klar.Jemand hat wohl aus dem Krieg Profit gemacht, je länger die Kriege dauern, desto besser! Ob die Russen nun endlich Syrien befreien werden, nach all den Sticheleien des Westens? Die früheren moslimischen Regierungen müssen wieder an die Macht in diesen Ländern kommen, anders geht es nicht. Der Wunsch der USA +EU die Moslems aus diesem Gebiet zu vertreiben, ist zum Glück missglückt.
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    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Es gab nie einen Plan die Moslems aus diesen Gebieten zu vertreiben. Diese abstruse Idee kann fast nur von einem Verschwörungstheoretiker stammen.
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