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International Farage sorgt für Aufregung im EU-Parlament

Rechtspopulist und Brexit-Wortführer Nigel Farage hat in der Sondersitzung sowohl Parlamentarier verbal angegriffen als auch die EU der Lüge bezichtigt. Dafür gab es Buhrufe und Kritik vonseiten der Parlamentarier.

Rechtspopulist und Brexit-Wortführer Nigel Farage hat sich im EU-Parlament einen Schlagabtausch mit Abgeordneten geliefert. Besonders hoch gingen die Emotionen, als er den EU-Abgeordneten vorwarf, dass die Mehrheit von ihnen noch nie einer regulären Arbeit nachgegangen sei.

Zudem bezichtigte er die EU der Lüge. «Der Hauptgrund warum das Vereinigte Königreich so gestimmt hat, ist, dass Sie heimlich und ohne die Wahrheit gesagt zu haben, den Bürgern eine politische Union aufgezwungen haben.»

Farage betonte, dass er nach einem EU-Austritt Grossbritanniens auf Handelsbeziehungen mit der Europäischen Union nicht verzichten wolle. Dabei warb er für ein Freihandelsabkommen. «Wir werden mit Euch Handel treiben, wir werden mit Euch kooperieren», sagte der EU-Abgeordnete. «Wir werden Euer bester Freund auf der Welt sein.»

Farage warnte aber die EU: Sollte es eine solche Vereinbarung nicht geben, wären die Konsequenzen für die EU viel schlimmer als für sein Land. Der Chef der rechtspopulistischen Ukip-Partei wurde mehrfach von Pfiffen und Buhrufen aus dem Brüsseler Plenum unterbrochen. Parlamentspräsident Martin Schulz musste die Abgeordneten zur Ruhe rufen: «Sie benehmen sich gerade so, wie sich normalerweise die Ukip benimmt.»

Juncker spricht Deutsch

Video
EU- Kommissionspräsident Jean- Claude Juncker stichelte
Aus News-Clip vom 28.06.2016.
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Angriffslustig gegenüber dem Brexit-Befürworter zeigte sich auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, der Farage der Lüge bezichtigte: Der Ukip-Chef habe die Unwahrheit über die finanziellen Vorzüge eines britischen EU-Austritts gesagt. Ironisch fragte Juncker zudem die Ukip-Abgeordneten, warum sie überhaupt noch anwesend seien.

In einer Ansprache redete Juncker – anders als sonst – kein Englisch. In der Regel hält Juncker zumindest einen Teil seiner Parlamentsansprachen auch in dieser EU-Amtssprache. Bei der Parlamentssondersitzung in Brüssel sprach er jedoch lediglich Deutsch und Französisch.

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55 Kommentare

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  • Kommentar von K. Räschter  (K. Räschter)
    Wieder einmal die Medien und Möchte-Gern-Wirtschafts-Gurus malen alles schwarz an die Wand nach dem Brexit. Dabei können beide Seiten nicht aufeinander verzichten; halt in einer anderen Art der Vereinbarung. Bsp: GB ist ein sehr grosser Importeur von Waren aus der EU; darauf möchte doch die EU nicht verzichten (geht um Arbeitsplätze). Zudem hat Farage recht mit seiner Aussage, dass viele EU-Abgeordnete es sonst zu nichts bringen würden (u.a. viert-Klass-Politiker im eigenen Land).
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  • Kommentar von Angela Keller  (kira)
    Der Bresit wird total schwarz gemalt. Man sollte abwarten, was sich daraus entwickelt, ohne Druck und Angstmacherei. Es werden Horrorszenarien gemalt als GB dem Untergang geweiht wäre. GB wird seinen Weg gehen befreit von den Klauen der EU mit all ihren Richtlinien und Gesetzen. Politiker wie Juncher und Schulz müssen auswechselt werden, zuviel Machtgehabe und Aroganz. Merkel wenigstens bewahrt Anstand und Ruhe auch wenn es ihr schwer fällt. Die EU muss neu aufgestellt werden.
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  • Kommentar von m. mitulla  (m.mitulla)
    Juncker, Merkel, Tusk und Co. verschliessen noch immer die Augen vor den Problemen der normalen Menschen in den einzelnen Ländern. Eines der treibenden Faktoren für das Abstimmungsergebnis zum Brexit war die zügellose Einwanderungspolitik. Die Politik - und insbesondere die neoliberale Wirtschaftspolitik hat sich längst von den Interessen der Menschen verabschiedet. Menschen sind heute "Verbraucher" oder "Konsumenten" - Gesellschaften sind "Märkte".
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