Ferien im Dreiländereck China-Russland-Nordkorea

Nordkorea will sich offenbar weiter als Reisedestination positionieren. Zusammen mit den Nachbarn China und Russland ist ein gemeinsames Tourismusgebiet geplant. Zuletzt warb Nordkorea in der Schweiz um zahlungskräftige Reisende.

Flusslandschaft mit grüner Vegetation Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Soll Touristen anlocken: Das Grenzgebiet von Russland, China und Nordkorea beim Fluss Tumen. Reuters

Nordkoreas Wirtschaft ist nach wie vor grösstenteils staatlich gelenkt. Reformen hin zu einer Öffnung scheitern an der kommunistischen Staatsideologie. Der Tourismus ist darum eine wichtige Einnahmequelle – wofür die Diktatur kürzlich auch in der Schweiz warb.

Eine Brücke über einen nicht sichtbaren Fluss, daneben Bäume. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Grenzübergang zwischen China und Nordkorea am Tumen-Fluss. Reuters

Mit dem Gemeinschaftsprojekt im nordkoreanisch-russisch-chinesischen Grenzgebiet will die Führung in Pjöngjang weitere Reisende anlocken. Die Region beim Tumen-Fluss am japanischen Meer soll ohne Visum bereist werden können und zollfrei sein. Das Projekt geht laut der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua auf eine Stadtregierung der chinesischen Provinz Jilin zurück.

Längerfristig wollen auch Japan, Südkorea und die Mongolei Verbindungen in das Touristengebiet schaffen. Nordkorea wird derzeit hauptsächlich von chinesischen Touristen besucht. Aus dem Westen sind es jährlich nur einige Tausend.