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International Festivals in Stockholm: Polizei verschwieg sexuelle Übergriffe

Auch in Schweden hat die Polizei Sexualdelikte verheimlicht, die durch mutmasslich junge ausländische Männer begangen worden waren. Die 38 Anzeigen von jungen Frauen – darunter zwei wegen Vergewaltigung – gab es nach Musikfestivals in Stockholm in den letzten zwei Jahren.

Legende: Video «Sexuelle Übergriffe in Schweden» abspielen. Laufzeit 0:50 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 12.01.2016.

Nach den Vorfällen in Köln hat nun auch die schwedische Polizei die Vertuschung von sexuellen Übergriffen eingeräumt, die durch mutmasslich ausländische junge Männer begangen worden waren.

Die Delikte ereigneten sich an Musikfestivals in Stockholm im August 2014 und 2015. Es resultierten 38 Anzeigen wegen sexueller Übergriffe, in zwei Fällen wurden Vergewaltigungen angezeigt.

Polizei räumt Fehler ein

«Wir hätten die Informationen veröffentlichen müssen», sagte ein Polizeisprecher. Stattdessen hatte die Polizei jeweils nur mitgeteilt, es habe relativ wenige Delikte und Festnahmen gegeben. Die Zahl der festgenommenen Verdächtigen war nie festgehalten worden. Es kam zu keiner Verurteilung.

Die Zeitung «Dagens Nyheter» zitierte aus einem Polizeibericht, der Verdacht habe sich gegen eine Gruppe von rund 50 jungen Asylbewerbern aus Afghanistan gerichtet. Wegen der grossen Menschendichte seien die Ermittlungen schwierig gewesen.

Ministerpräsident Löfven reagiert scharf

Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven reagierte erbost auf die Enthüllung. Er empfinde eine «grosse Wut», dass junge Frauen nicht auf ein Musikfestival gehen könnten, ohne belästigt oder angegriffen zu werden. Dass die Polizei die Vorfälle unter den Teppich gekehrt habe, sei «ein Problem der Demokratie für unser Land».

24 Kommentare

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  • Kommentar von Ruedi Hammer (Ruedi Hammer)
    Im SRF TV Beitrag ist zu sehen, dass der schwedische Innenminister ein Armbändchen mit der Innschrift "FUCK" trägt. Kommentar überflüssig - auch dieses Personal wird schneller abgewählt werden, als dieses denken kann.
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  • Kommentar von Erwin Jenni (ej)
    Was mich wirklich umtreibt, ist die Tatsache, dass man den "Flüchtlingen" immer wieder einen gewissen Kredit gewährt wenn sie Straftaten begehen, jemanden bedrohen oder beschimpfen. Es wurde von deutschen Polizisten auch berichtet, dass man Straftaten von Migranten beschönigen musste, weil der politische Druck so gross sei, die Vergehen nicht beim Namen nennen zu dürfen. Die Politik trägt für das Versagen bei der Migrationsfrage die grösste Schuld. Der Bürger muss es nachher büssen!
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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Seltsame Argumentation. Schädigen von Mitmenschen kann nie Rechtfertigung für ein Verhalten sein. Umgekehrt aber schon. In diesem Sinne ist es richtig, wenn endlich Klartext gesprochen wird, welche Kulturen bezügl. Respekt voreinander noch in der Steinzeit leben. Das Verschweigen scheint mir in Europa System zu haben, und dieses System gehört zu Gunsten von Transparenz zerstört. Wenn sich das nachteilig auf ganze Volkergruppen auswirkt, sollte es für diese Ansporn genug sein, das zu ändern!
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