Flüchtlingsdrama vor der Küste Jemens

Sie wollten von der afrikanischen Ostküste nach Saudi-Arabien – doch vor der Küste Jemens endete ihr Traum jäh. Das Boot der Flüchtlinge kenterte, über 40 Menschen kamen ums Leben.

Migranten aus Äthiopien liegen auf Kartonfetzen auf dem Sand Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wer überlebt, zählt zu den Glücklichen – die afrikanischen Migranten überqueren den Golf von Aden in maroden Booten. Reuters/Archivbild

Beim Untergang eines Flüchtlingsboots vor der Küste des Jemen sind am Sonntag 42 Menschen ums Leben gekommen. Wie das jemenitische Verteidigungsministerium auf seiner Internetseite mitteilte, wurden rund 30 weitere Menschen von einem Patrouillenboot der Marine gerettet und in ein Flüchtlingslager gebracht.

Zumeist aus Äthiopien und Somalia

Das Boot war demnach im Arabischen Meer vor der Küste von Bir Ali in der südlichen Provinz Schabwa gekentert. Jedes Jahr versuchen zehntausende Äthiopier und Somalier auf der Flucht vor Armut und Gewalt in ihren Heimatländern, über das Meer in den Jemen und weiter nach Saudi-Arabien zu gelangen.

Doch viele sterben auf den oft überladenen und heruntergekommenen Booten. Wenn die Flüchtlinge dennoch den Jemen erreichen, steht ihnen noch der Weg durch die Wüste nach Saudi-Arabien bevor.