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International Frankreichs Parlament erleichtert Abtreibung

Das französische Parlament erleichtert die Abtreibung: Frauen müssen künftig keine Notlage mehr geltend machen, wenn sie eine unerwünschte Schwangerschaft beenden wollen. Sie können dies ohne Angabe von Gründen tun.

Eine Aufnahme des französischen Parlaments.
Legende: Die Gesetzesänderung sorgte für hitzige Debatten. Keystone

Frauen in Frankreich können eine unerwünschte Schwangerschaft künftig beenden, ohne eine Notlage geltend zu machen oder sonstige Gründe anzugeben. Das Parlament in Paris hat eine entsprechende Gesetzesänderung mit deutlicher Mehrheit gutgeheissen.

Vor der Abstimmung im Parlament gab es jedoch heftigen Widerstand. Die Gegner hatten davor gewarnt, dass die Abtreibung banalisiert werde. Die sozialistische Regierung von Präsident François Hollande sieht darin jedoch eine Anpassung der Gesetze an die heutige Praxis.

«Eine Frau soll frei über ihren Körper verfügen können. Diese Errungenschaft gelte es zu verteidigen», argumentierten die Befürworter.

Die Gegner befürchten, dass künftig eine Schwangerschaft mit der gleichen Leichtigkeit beendet wird, mit der eine Verhütungspille geschluckt wird. Sie warfen den Befürwortern vor, dass sie eine Herrschaft der allgemeinen Verantwortungslosigkeit etablieren würden.

Bereits am Sonntag waren mehrere tausend Abtreibungsgegner in Paris auf die Strasse gegangen. Laut Polizei nahmen rund 16'000 Menschen an der Demonstration unter dem Motto «Marsch für das Leben» teil. An einer Gegendemonstration in der französischen Hauptstadt hatten am Samstag nur etwa 300 Personen teilgenommen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Ein unglaubwürdiger Entscheid der "Menschenrechtspartei" von Hollands. Der Bauch gehört wohl der Frau, nicht aber das Kind, das sie in sich trägt. Das Leben des werdenden Kindes gehört DEM KIND. Wenn eine Mutter ihr Kind nach der Geburt tötet, wird sie wegen Mordes bestraft. Wenn sie es im Bauch ermordet, dann soll das legal sein? Wie reimt sich das? Da sieht man doch, dass die linke Politik, deren Grundsatz "Recht auf Leben" ein totaler Widerspruch zu ihrer mörderischen Gesinnung ist. m
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    1. Antwort von Jürg Baltensperger, Zürich
      Recht auf Leben ist ein Grundrecht, da liegen sie absolut richtig. Die Frau wiederum geniesst ebenfalls das Grundrecht "Recht auf Leben und persönliche Freiheit". Dazu gehört die Selbstbestimmung über ihren Körper. Somit steht sich das Recht des Ungeborenen gegenüber dem Recht der Frau, was eine Abwägung nötig macht. Das Gesetz in der CH sagt, die Rechte der Frau sind bis 3 Monate nach Zeugung höher zu gewichten als diejenigen des Ungeborenen. Danach ist es umgekehrt.
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    2. Antwort von Mike Jader, Madrid
      Es ist eben ein werdendes Kind, und noch kein Kind.
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