Franziskus in Assisi: Flammende Rede für den Weltfrieden

In einem eindrücklichen Appell hat Papst Franziskus ein Ende der vielen bewaffneten Konflikte gefordert. 50'000 Gläubige nehmen in Assisi an der Papst-Messe teil.

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Papst in Assisi

1:18 min, aus Tagesschau am Mittag vom 4.10.2013

Der Jubel seiner Anhänger ist gross. «Viva il Papa»-Rufe empfingen Franziskus in Assisi am Gedenktag des heiligen Franz von Assisi. Der Papst ist erstmals seit Amtsantritt bei den Franziskanern in Umbrien.

«Hören wir den Schrei derer, die weinen»

In einem flammenden Appell forderte Franziskus ein Ende der vielen bewaffneten Konflikte, der Gewalt und Zwietracht.

«Hören wir den Schrei derer, die weinen, leiden und sterben aufgrund der Gewalt, des Terrorismus und des Krieges – im Heiligen Land, das der heilige Franziskus so sehr liebte, in Syrien, im Nahen Osten, in der Welt», rief er in einer Messe vor 50'000 Gläubigen aus.

Papst am Grab des heiligen Franziskus

Christen sollten «Werkzeuge des Friedens» unter den Menschen und mit der Natur sein. «Achten wir die Schöpfung, seien wir nicht Werkzeuge der Zerstörung», sagte der Papst in der Messe.

Nach Begegnungen mit Kranken, behinderten Kindern, Armen und Obdachlosen betete das Oberhaupt der katholischen Kirche am Grab des heiligen Franziskus. Nach einem Mittagessen mit Armen in einem Caritas-Zentrum will der 76 Jahre alte Papst bei seinem eintägigen Besuch auf den Spuren des Namensgebers noch Kleriker, Ordensleute und Jugendliche treffen.