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International Fukushima: Erneut hochradioaktives Wasser ausgetreten

Am japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist ein neues Leck entdeckt worden. Laut Betreiber wurde die undichte Stelle wieder geschlossen, doch hochradioaktives Wasser trat erneut in den Pazifik aus.

Arbeiter in Schutzkleidung arbeiten an einem Tank mit radioaktivem Material
Legende: Bereits mehrfach gelangte verseuchtes Wasser durch Lecks ins Meer. Reuters

Am havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist ein neues Leck geortet worden. Durch die Öffnung trat hochradioaktives Wasser in den Pazifik aus.

Sensoren messen erhöhte Werte

Sensoren hätten an der Stelle Werte gemessen, die bis zu 70 Prozent über den ohnehin hohen Belastungswerten des Komplexes gelegen hätten, teilte der Betreiber Tepco mit. Das Leck sei geschlossen worden, um weiteres Auslaufen verseuchten Wassers zu verhindern. Andere ungewöhnliche Schwierigkeiten seien nicht festgestellt worden.

Das Atomkraftwerk war im März 2011 durch ein Erdbeben und einen Tsunami schwer beschädigt worden, in einigen Reaktorblöcken kam es zur Kernschmelze. Seitdem kämpft Tepco mit der geplanten Säuberung von tausenden Tonnen kontaminierten Wassers, die zur Kühlung eingesetzt wurden.

Verseuchtes Wasser gelangt mehrfach ins Meer

Bereits mehrfach gelangte verseuchtes Wasser durch Lecks ins Meer. Zudem gibt es stetig einsickerndes Grundwasser und auch die Entsorgung hochradioaktiven Materials bereitet Schwierigkeiten. Bis das Atomkraftwerk endgültig stillgelegt werden kann, dauert es mindestens drei bis vier Jahrzehnte.

12 Kommentare

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  • Kommentar von M. Maruhn, Düren
    Zwingend sollte erwähnt werden, das Fenster und Türen verriegelt sein sollten und für die Menschen keinerlei Gefahr besteht. Wo das Leben gibt, gibt das auch Hoffnung....
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  • Kommentar von M Jaeger, Wildwil
    Alles halb so schlimm. Die Tessiner Granitberge strahlen natürlicherweise in ähnlichem Ausmass wie die dramatisch dargestellten Messungen in F. Reine Anti AKW Propaganda. Gestorben ist nämlich in Fukushima noch niemand wegen der AKW Havarie.
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    1. Antwort von M. Tisserand, Maumere, Indonesien
      Unwissenheit, oder vorsätzliche Lüge? Doch, es gab schon einige Tote. Wer hier posten kann, der sollte auch in der Lage sein, sich die richtigen Infos zu beschaffen...
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    2. Antwort von Peter Müller, 9000
      Was für eine Aussage. Sie sollten dort leben!
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    3. Antwort von August Huber, Elsau
      Da ja alles nicht halb so schlimm ist, hoffe ich dass Sie in Fukushima fleissig mithelfen beim Aufräumen.
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    4. Antwort von M.Müller, Zürich
      @Jaeger, Ihre Aussage ist pietätlos! Techniker welche in den ersten Stunden beim aufräumen dabei waren sind heute tot. Offiziell an Krebs gestorben, aber jeder wusste woher dieser Krebs gekommen ist. Tausende von Menschen haben Ihr zuhause für immer verloren, Fischgründe sind umnutzbar und die Landerträge über mehrere Generationen werden wohl nie bezahlt. Sie sollten sich schämen. In diesem Forum habe ich schon viel gelesen, aber seltener etwas geschmackloseres und bizarreres.
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    5. Antwort von beni fuchs, schaffhausen
      Ach ja? Ihr Kommentar schlägt ja dem Fass den Boden raus. Arbeiten sie bei der Nagra oder in einem KKW? Ihre Ignoranz ist definitiv nicht mehr zu überbieten. Warum wohl gehört Fukushima (nebst Tschernobyl) heute zu den attraktivsten Tourismus Destinationen der Welt? Schönere Strände zum Baden und Angeln gibts wohl nirgendwo mehr als als an der japanischen Nordost Küste. Nutzen Sie die Gelegenheit, die Hotel-Zimmerpreise sind derzeit äusserst günstig...
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    6. Antwort von Lukas Bittner, Bern
      Diese Aussage muss wie Hohn in den Ohren der betroffenen klingen. Hinzu kommt dass womöglich noch hunderte Menschen an den Spätfolgen der Atomkatastrophe erkranken und leiden werden.
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  • Kommentar von Alex Kramer, ZH
    Wäre es nicht ehrlicher zu gestehen, dass man erneut die Ventile geöffnet hat, weil die rostenden Tanks wieder mal zu voll sind? An die AKW-Befürworter, zur allg. Erinnerung: Wir haben keinen Pazifik, den wir im Falle einer Panne à la Fukushima nach Belieben radioaktiv verseuchen können. Wenn dies einst vonnöten sein sollte, werden Aare und Rhein bis in die Nordsee zum Katastrophengebiet und die Wertevernichtung in EUropa ziemlich masslos unbezahlbar sein. Fangen Sie schon mal an mit Sparen...
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