Gedenktafeln für die Opfer der «Charlie Hebdo»-Anschläge

Fast ein Jahr nach dem Attentat auf die französische Satirezeitschrift hat Staatspräsident François Hollande in Paris Gedenktafeln enthüllt. Die Opfer des blutigen Anschlags sollen nicht in Vergessenheit geraten.

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Gedenktafel in Paris enthüllt

0:17 min, aus Tagesschau am Mittag vom 5.1.2016

Am 7. Januar 2015 haben die schwer bewaffneten Islamisten Chérif und Said Kouachi die Redaktionsräume der Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» überfallen und töteten in der Folge insgesamt zwölf Menschen. Das Blatt war bekannt wegen seiner Karikaturen über den Propheten Mohammed.

Zum Gedenken an die Ermordeten hat Frankreichs Staatschef François Hollande in Paris Gedenktafeln enthüllt. Er nahm am Vormittag zusammen mit der Pariser Stadtpräsidentin Anne Hidalgo und Angehörigen der Opfer an einer kurzen Zeremonie vor dem damaligen Sitz der Redaktion von «Charlie Hebdo» teil.

Zwölf Menschen sind gestorben

Eine neue Gedenktafel erinnert nun in der Rue Nicolas Appert 10 unter anderem an die beim Anschlag getöteten «Charlie Hebdo»-Zeichner Charb, Honoré, Cabu, Wolinski und Tignous. Hollande und Hidalgo legten dort einen Kranz nieder und hielten eine Schweigeminute ab. Anwesend war auch eine Reihe von Ministern der französischen Regierung.

Holland und Hidalgo legen eine Kranz am Boulevard Richard-Lenoir nieder. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Am Boulevard Richard-Lenoir wurde vor einem Jahr der Polizist Ahmed Merabet getötet. Reuters

Unter den Opfern war auch ein Polizist, den die Brüder bei ihrer Flucht auf dem nahe der Redaktion gelegenen Boulevard Richard-Lenoir erschossen. Auch dort wurde eine Gedenktafel enthüllt.

Dritte Gedenktafel bei Supermarkt

Eine dritte Gedenktafel soll im Verlauf des Tages am jüdischen Supermarkt Hyper Cacher im Osten von Paris enthüllt werden. Ein Bekannter der Terroristen-Brüder, der Islamist Amédy Coulibaly, hatte dort zwei Tage nach der Attacke auf «Charlie Hebdo» bei einer Geiselnahme vier Menschen getötet.

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Am 7. Januar 2015 spielten sich in Paris unvorstellbar grausame Szenen ab. Die Ereignisse des Attentats auf die Redaktion von Charlie Hebdo und an den nachfolgenden Tagen finden Sie hier im Überblick.

Coulibaly wurde schliesslich von Eliteeinheiten der Polizei erschossen – nahezu zeitgleich zu den Brüdern Kouachi, die sich in einer Druckerei nördlich von Paris verschanzt hatten.

Am kommenden Sonntag wird bei einer Gedenkfeier auf der Place de la République erneut an die Todesopfer erinnert. Dann soll auch der 130 Todesopfer der islamistischen Anschläge vom 13. November 2015 gedacht werden.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Ein Jahr nach «Charlie Hebdo»

    Aus Tagesschau vom 5.1.2016

    Nach einem Jahr des Terrors schaut Frankreich zurück auf die unfassbare Gewalt: François Hollande hat am Sitz von «Charlie Hebdo» eine Gedenktafel enthüllt.