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International Glyphosat in Europa wohl ein weiteres Jahr zugelassen

Die EU-Kommission will die Anwendung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat für weitere zwölf bis 18 Monate erlauben. Allerdings wird empfohlen, das Mittel nur begrenzt einzusetzen.

Legende: Video Glyphosat: EU empfiehlt drei Vorsichtsmassnahmen abspielen. Laufzeit 00:54 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 01.06.2016.

Die EU-Kommission will das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat zunächst für weitere eineinhalb Jahre zulassen. Die Verlängerung der Zulassung für die Chemikalie solle auf zwölf bis 18 Monate eingegrenzt werden, sagte EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis. Ziel sei es, die Ergebnisse der Europäischen Chemikalienagentur abzuwarten. Die Behörde soll klären, ob die Chemikalie krebserregend ist.

Reduzierte Anwendung empfohlen

Zudem empfahl Andriukaitis den Mitgliedsländern, den Einsatz des Mittels in öffentlichen Parks oder Spielplätzen zu minimieren. Auch das Sprühen auf Nutzpflanzen direkt vor der Ernte sollte eingeschränkt werden.

Die Zulassung von Glyphosat in der EU läuft am 30. Juni aus. Bislang haben sich die EU-Mitgliedstaaten nicht auf eine Verlängerung einigen können. Sollte die EU bis zum 30. Juni keine Entscheidung über eine Verlängerung treffen, läuft die Zulassung automatisch aus. Glyphosat kommt auch in der Schweiz zur Anwendung.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Man versucht die "Korruption" noch etwas weiter hinzuziehen, bis man entweder mit Glyphosat weitermachen kann oder ein "gleiches" Mittel mit neuem Namen auf den Markt bringen kann. Die Chemiekonzerne werden alles versuchen, um an der "dummen" Menschheit vorbei, die Politik +Wirtschaft mit "Geld und Macht" zu überzeugen. Die "dumme Menschheit" sollte endlich "stark" werden, statt immer nur zu sagen, da kann man nichts dagegen machen! Klar denkende +bodenständige Menschen sollen endlich aufstehen!
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Glyphosat verbieten – jetzt! Glyphosat wird auf Äckern und Grünflächen, in Obstplantagen, auf Bahndämmen und in den Privatgärten eingesetzt. Nicht nur das Unkraut wird vernichtet, sondern auch die Kleinstlebewesen im Boden. Tiere die von diesen Lebewesen auf ihre Nahrung angwiesen sind wie Vögel usw. fressen dieses Gift mit ihrer Nahrung. Es ist bewiesen, dass es immer weniger Vögel gibt. Jahrelang wurden Äcker vergiftet - Stopp dieses Gift weiterhin zu versprühen, der Umwelt zuliebe.
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Glyphosat schädigt Mensch und Tier – Kosumenten fordern ein Verbot! Das Herbizid Glyphosat hat auch auf die Regenwürmern erheblichen Schaden. Wenn diese mit Glyphosat in Kontakt kommen sind sie weniger aktiv und bringen weniger Nachwuchs zur Welt. Dies ist besorgniserregend, da Regenwürmer viel zu einem gesunden und produktiven Boden beitragen. Bei Schweinen kann Glyphosat zum Beispiel Fehlbildungen wie etwa fehlende Ohren oder Hinterbeine oder einen Unterbruch im Darmtrakt verursachen.
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