Greenpeace dringt auch in AKW Fessenheim ein

Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace sind auf das Gelände des Atomkraftwerks Fessenheim nahe der deutsch-französischen Grenze eingedrungen. Die Polizei verhaftete über 30 Personen.

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Aktivisten steigen ins AKW Fessenheim ein.

0:11 min, vom 18.3.2014

Gegen 60 Greenpeace-Aktivisten aus 14 Ländern haben sich an der Protestaktion in und um das AKW von Fessenheim beteiligt, wie Greenpeace mitteilt. Nach Berichten französischer Medien brachten rund 30 Leute Transparente am Reaktorgebäude an. «Ende des Risikos für Europa», stand auf einem davon.

Bereits am 5. März hatte die Umweltschutzorganisation mit einer ähnlichen Aktion auf sich Aufmerksam gemacht: Damals besetzten mehrere Aktivisten für zwei Tage das Gelände des Atomkraftwerkes Beznau in Döttingen.

Mit einem Lastwagen eingedrungen

Die Polizei nahm in Fessenheim 34 Aktivisten fest. Die übrigen haben sich auf dem Dach eines Reaktorgebäudes verschanzt. Sie waren am frühen Morgen mit einem Lastwagen in das Gelände eingedrungen. Greenpeace verlangt, dass Fessenheim sofort abgeschaltet wird und nicht erst in zwei Jahren.

Fessenheim ist das älteste Atomkraftwerk Frankreichs, das noch in Betrieb ist. Es steht immer wieder wegen technischer Pannen in den Schlagzeilen. Das Kraftwerk ist einer von 19 Standorten mit 58 Atomreaktoren in Frankreich. Fessenheim soll bis Ende 2016 vom Netz gehen.