Griechenland: Wer gewinnt Oberhand bei der Parlamentswahl?

Am kommenden Sonntag wird das Parlament neu gewählt. Bereits jetzt ist klar: Es zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der linken Syriza und den Konservativen ab.

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Vor den Wahlen in Griechenland

2:00 min, aus Tagesschau vom 17.9.2015

Bei der Parlamentswahl in Griechenland an diesem Sonntag zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der linken Syriza und den Konservativen ab. Nach letzten Umfragen könne jedoch keine der beiden Parteien mit einer Mehrheit im Parlament rechnen. Zu diesem Schluss kamen Wahlbeobachter am griechischen Radio.

Das Zünglein an der Waage

Drittstärkste Kraft im Parlament könnte die rechtsextreme Partei Goldene Morgenröte werden. Den Ausschlag werden laut Beobachtern rund 600'000 Wahlberechtigte geben, die sich bislang noch nicht entschieden haben.

Die konservative Zeitung «Eleftheros Typos» veröffentlichte eine repräsentative Umfrage, wonach die konservative Partei Nea Dimokratia (ND) mit 28,5 Prozent der Stimmen vor der Linkspartei Syriza mit 27,1 Prozent liegt.

Griechenland: Gegenwind für Syriza

4:25 min, aus Echo der Zeit vom 17.09.2015

Bonus für die stärkste Partei

Eine am Vortag von der Zeitung der politischen Mitte «To Vima» veröffentlichte Umfrage sieht dagegen das Linksbündnis von Alexis Tsipras mit 29 Prozent knapp in Führung vor den Konservativen von Oppositionsführer Evangelos Meimarakis mit 28,4 Prozent.

Die Wahlen am 25. Januar hatte Syriza mit 36,3 Prozent vor der ND mit 27,8 Prozent gewonnen. Von den 300 Sitzen werden 250 entsprechend der Stimmenzahl verteilt. Die stärkste Partei bekommt einen Bonus von 50 Sitzen. Für den Einzug ins Parlament sind drei Prozent der Stimmen notwendig.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Kopf-an-Kopf-Rennen in Griechenland

    Aus 10vor10 vom 18.9.2015

    Am Sonntag wählen die Griechen erneut ein neues Parlament. Alexis Tsipras Popularität ist zwar in den letzten Monaten gesunken, doch seiner Syriza-Partei werden noch immer Chancen eingeräumt, stärkste Partei zu bleiben. «10vor10» zeigt, was Tsipras so populär macht.