Grossrazzia gegen Islamisten in Berlin

Die Berliner Polizei hat am Morgen eine Grossrazzia gegen mutmassliche Islamisten durchgeführt. Mehrere Objekte wurden durchsucht. Die Verdächtigen sollen Islamisten in Syrien unterstützen.

Polizisten mit Masken verlassen ein Gebäude auf einer Treppe. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein Gebäude der islamistischen Gemeinschaft «Ibrahim Al Khalil Moschee» wurde ebenfalls durchsucht. Keystone

Die Berliner Polizei ist am Morgen mit einer Razzia gegen mutmassliche Unterstützer von Islamisten in Syrien vorgegangen. Hunderte Beamte durchsuchten mehrere Objekte, darunter einen Moschee-Verein. Wie ein Sprecher mitteilte, laufen die Ermittlungen wegen der Planung schwerer staatsgefährdender Gewalttaten seit Monaten.

Verdächtigt wird ein 51-jähriger Marokkaner. Er soll andere angestiftet haben, sich in Syrien mit dschihadistischen Gruppen am bewaffneten Kampf gegen das Assad-Regime zu beteiligen. Ermittelt wird auch gegen einen 19-jährigen Mazedonier, der im Verdacht steht, sich derzeit in Syrien am Kampf dschihadistischer Gruppen zu beteiligen.

Laut Polizei liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die Beschuldigten Anschläge in Deutschland geplant haben. Es gebe auch keinen Zusammenhang mit dem Fall eines Islamisten, der in der vergangenen Woche in Berlin erschossen worden war, nachdem er mit einem Messer auf eine Polizistin eingestochen hatte.