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International Hacker-Angriffe auf Detailhändler in den USA: Millionen betroffen

Nach der Supermarkt-Kette «Target» ist nun mit dem Nobelkaufhaus «Neiman Marcus» ein zweiter Händler Opfer eines grossangelegten Hackerangriffs geworden. Dabei wurden Kundendaten und Informationen über Kreditkarten gestohlen. Der volle Umfang des Software-Angriffs ist noch nicht abschätzbar.

Firmenemblem von Target
Legende: Im Fadenkreuz von Hackern: Millionen Kundendaten wurden bei Target über Wochen ausgekundschaftet. Reuters

Ein zweiter grosser US-Detailhändler vermutet einen gross angelegten Hacker-Angriff im Weihnachtsgeschäft. Die Eindringlinge hätten möglicherweise Kreditkarten-Informationen von Kunden gestohlen, teilte die Nobel-Kaufhauskette «Neiman Marcus» mit.

Die Nobel-Kaufhauskette nannte zunächst wenig Details. Das Unternehmen bestätigte lediglich Informationen, dass es einen Angriff gegeben habe.

Millionen von Kundeninformationen gestohlen

Bei einem Hacker-Angriff auf die Supermarkt-Kette «Target» sind mindestens 70 Millionen Kundendaten gestohlen worden. Das hat das Unternehmen mitgeteilt. Experten schliessen allerdings nicht aus, dass über 100 Millionen Kunden betroffen sein könnten, wie SRF-Korrespondentin Priscilla Imboden berichtet.

Eine Untersuchung habe ergeben, dass neben Kreditkarteninformationen auch Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern von Kunden geklaut wurden, teilte die Firma weiter mit.

Landesweite Untersuchung

Die Behörden des Bundesstaates New York kündigten eine landesweite Untersuchung an. Der Hacker-Angriff fand in der Vorweihnachtszeit statt und dauerte gut drei Wochen - von Ende November bis Mitte Dezember.

Kurz nach dem Vorfall hatte «Target» bereits darüber informiert. Damals war das Unternehmen aber noch davon ausgegangen, dass etwa 40 Millionen Kunden betroffen seien.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Kramer, ZH
    Womöglich steht die Al Quaida (wer denn sonst??) hinter diesen äusserst perfiden Attacken auf das Herz der US-Wirtschaft. So degeneriert und feige, dass man nicht mal mehr einen Selbstmordattentäter schickt, ohne Moral und Ehre! Da muss sofort aufgerüstet und irgend ein Land in Übersee platt gedront werden (ehrenhafter geht's momentan noch nicht, aber man arbeitet daran); um die armen Menschen zu Hause ja nicht auf den Gedanken zu bringen, dass die Probleme primär hausgemacht sein könnten....
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  • Kommentar von Heinrich Gretler, Seldwyla
    Cumulus und Supercard lassen grüssen!!! Das sind Peanuts zu dem, was noch kommen wird. Aber nein - bei uns doch nicht.... Liebe Grüsse an die "Ich hab' doch nichts zu verbergen" - Fraktion.
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  • Kommentar von André Piquerez, ebikon
    "70 Millionen Kundendaten gestohlen" - WOW - aber eigentlich ist es ganz logisch dass sowas früher oder später passiert und in Zukunft werden solche Hackerangriffe sicher massiv zunehmen weil immer mehr über das Internet gekauft wird.. - viele solcher Kaufhäuser schützen die Kundendaten viel zu schlecht - da ist es überhaupt kein Wunder dass Hacker an Kreditkartennummern und so kommen...vor allem in Amerika wo jeder mit Kreditkarte zahlt...
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    1. Antwort von Freddy Müller, Düsseldorf
      Internet-shopping hat im Prinzip nichts damit zu tun. Eine Firma kann ihre Daten auch auf PCs speichern, die am Internet hängen, ohne einen Onlineshop anzubieten.
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