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Menschen in Schlafsäcken auf einer Strasse
Legende: Nächtliches Heerlager der Gläubigen in Rom: Der Ansturm zur Heiligsprechung der Päpste ist enorm. Reuters
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International Heiligsprechungen beseelen Rom

Italiens Hauptstadt wird von Pilgern aus aller Welt bestürmt. Obwohl die Päpste Johannes Paul II. und Johannes XXIII. erst heute Sonntag heiliggesprochen werden, füllten sich die Strassen lange vorher mit Gläubigen. Erwartet werden Millionen. Manche verbrachten die Nacht unter freiem Himmel.

Seit dem frühen Samstagmorgen treffen tausende Pilger per Bahn, Flugzeug und Bus in Rom ein. Begeisterte Gläubige strömen mit Fahnen und Plakaten mit Fotos der beiden Päpste in Richtung Vatikan.

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Zwei Millionen Pilger erwartet
Aus Tagesschau vom 26.04.2014.
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Die Strassen und Plätze um den Vatikan gleichen einer riesigen Fussgängerzone. Trotz wechselhaften Wetters singen einzelne Gruppen religiöse Lieder, immer wieder bilden sich Gebetsgruppen und kleine Prozessionen.

Stadt auch in der Nacht lebendig

Rom ist im Ausnahmezustand. Carabinieri, Sicherheitsdienste und Mitarbeiter von Zivilschutzbehörden errichten Absperrungen und kontrollieren den Massenansturm. Mit bis zu einer Million Menschen, darunter Hunderttausende Polen, rechnet die Stadt Rom.

Die grossen Kirchen der römischen Innenstadt hatten ihre Pforten auch in der Nacht auf heute Sonntag für betende Gläubige geöffnet. Auch Metro und Busse fuhren ausserplanmässig die ganze Nacht lang.

Die Zeremonie wird auf zahlreichen Grossbildschirmen im römischen Stadtgebiet übertragen. Höhepunkt ist am Sonntag ab 10.00 Uhr die feierliche Heiligsprechungsmesse auf dem Petersplatz mit Papst Franziskus. Unmittelbar nach dem Bussakt beginnt der eigentliche Ritus der Heiligsprechung. 150 Kardinäle und 1500 Bischöfe aus aller Welt werden auf dem Petersplatz gemeinsam mit den Gläubigen feiern.

Benedikt XVI. erweist seinem Vorgänger die Ehre

Bei der Heiligsprechung wird auch das zurückgetretene Kirchenoberhaupt Benedikt XVI. zugegen sein. Die Teilnahme des 87-Jährigen war wegen seines hohen Alters lange Zeit ungewiss.

Erwartet werden Delegationen aus 93 Ländern. An der Heiligsprechungszeremonie werden der italienische Präsident Giorgio Napolitano und Premier Matteo Renzi sowie das polnische Staatsoberhaupt Bronislaw Komorowski und dessen Amtskollege aus Paraguay, Horacio Cartes, teilnehmen. Anwesend sind auf dem Petersplatz auch Spaniens König Juan Carlos und seine Frau Sofia sowie der spanische Premier Mariano Rajoy, der belgische König Albert II. und Königin Paola.

Die EU ist mit Ratspräsident Herman Van Rompuy und Kommissionspräsident José Manuel Barroso vertreten. Anwesend sind auch der polnische Friedensnobelpreisträger Lech Walesa sowie der Präsident der argentinischen Abgeordnetenkammer, Julián Dominguez, und der ukrainische Übergangsregierungschef Arseni Jazenjuk, der am Samstag Papst Franziskus und Italiens Premier Renzi trifft.

Heiligsprechung live

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Sternstunde Religion überträgt die Heiligsprechung am Sonntag ab 9.30 Uhr auf SRF 1. Sie können die Sendung auch hier über Livestream mitverfolgen.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Schmid , Wittenwil
    The Show Must Go On. Die Frage ist, will der vermeintliche Gott wirklich ein solches Theater?
    1. Antwort von E. Waeden , Kt. Zürich
      In der Bibel steht geschrieben: "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben." Und im Alten Testament hat Gott den Tanz ums goldene Kalb sehr verurteilt.
  • Kommentar von lorenz bertsche , arbon
    Wer weiss denn schon ob diese Päpste in den Himmel kamen oder kommen???? Sind ja auch Sünder, darum gestorben. Der einizige dem wir vertrauen und anbeten sollten ist Gott den Allmächtigen. Was ist denn der Mensch?? Gras, das heute blüht und morgen verwelkt. Wie schon geschrieben wir sollen Gott und Christus verehren und ihm gehorchen. Nicht Päpste die einem oft noch um der Machtwillen betrügen und belügen (Kirchengeschichte). Die Bibel warnt in verschiedenen Kapitel vor Totenverehrung.
    1. Antwort von E. Waeden , Kt. Zürich
      @L. Bertsche: Allmächtig ist Gott nicht, sondern "steht" diesem Tun der Menschen höchstens ohnmächtig gegenüber. :-) Doch betreffend Christus, hat ihn auch der Mensch göttlich gemacht. Er war nur ein einfacher Wanderprediger, welcher die Botschaft von Gott verbreitet hat. Ihn darf man ehren, aber auch ihn sollte man nicht verehren.
  • Kommentar von Gerlinde Schuchter , Österreich - Wien
    Herr Pierre-Yves Fux wird die Schweiz vertreten. Vielen Dank. Mit freundlichen Gruß Gerlinde Schuchter