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International Hillary Clinton kritisiert Obamas Aussenpolitik

Vier Jahre lang war sie seine Aussenministerin, nun – eineinhalb Jahre nach ihrem Ausscheiden – findet sie vergleichsweise deutliche Worte für die Politik des Präsidenten. Dessen Aussenpolitik sei zu vorsichtig, sagte Hillary Clinton in einem Interview. Vor allem in Syrien habe er Fehler gemacht.

Die ehemalige Aussenministerin Hillary Clinton während eines Interviews (Archivbild)
Legende: Kritisiert die Aussenpolitik des Präsidenten: Die ehemalige Aussenministerin Hillary Clinton Reuters

Die ehemalige US-Aussenministerin Hillary Clinton hat die Aussenpolitik von Präsident Obama kritisiert. Es sei ein Fehler gewesen, die Rebellen in Syrien im Kampf gegen das Assad-Regime nicht frühzeitig zu bewaffnen, sagte sie in einem Interview mit der Zeitschrift «The Atlantic». Dies habe zu einem Machtvakuum geführt, das die Dschihadisten nun gefüllt hätten.

«Zu vorsichtig»

Während sie Obama als «unwahrscheinlich intelligent» und «nachdenklich» bezeichnete, beschrieb sie sein aussenpolitisches Vorgehen als streckenweise zu vorsichtig. Die USA müssten eine zusammenhängende Strategie erarbeiten, um der Gefahr des islamischen Terrorismus zu begegnen, sagte die 66-Jährige.

Clinton gilt als wahrscheinliche Bewerberin für die nächste Präsidentschaftswahl 2016. Offizell will sie bis Ende des Jahres darüber nachdenken. Mit ihrer neu erschienen Autobiografie und einer Reihe von Interviews will sie sich nach Meinung von Experten für den Wahlkampf positionieren.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Ja, die ISIS mit Waffen auszurüsten war ja irgendwie schon ein Fehler.
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    1. Antwort von Björn Christen, Bern
      @Dreier - sie können hier ihre Lüge so oft wiederholen wie sie wollen - die USA hat die ISIS nicht mit Waffen auszurüstet, sondern die FSA, die relativ säkulare Oppostion gegen Assad, die leider sehr bald von radikalen Jihadisten ins Abseits gedrängt wurde. Die ISIS bekam vorallem Hilfe von Katar, der Türkei und reichen Saudis; inzwischen braucht sie wohl kaum mehr Spenden, jetzt wo man in Syrien und Irak alles geplündert, Oelfelder kontrolliert, und die US-Waffen der irakischen Armee besitzt.
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Gott UND Satan bewahre die USA vor dieser Frau als Präsidentin! Dass Obama aussenpolitisch, vorallem was islamische Konflikte angeht, seit Tag 1 eine Unternull ist, ist allgemein bekannt, aber diese Frau hat diesen Mist 4 Jahre lang mitgetragen. Und jetzt macht sie plötzlich auf Opposition?! Die soll endlich mal ihre Rolle im Botschaftsmassaker in Bengasi zugeben, anstatt sich hier opportunistisch profilieren zu wollen.
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    1. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      Für einmal teile ich Ihre Analyse voll und ganz: es geht ihr um Profilierung für eine zukünftige Kandidatur. Insbesondere um als "Hardlinerin" auch von den Reps Unterstützung zu erhalten. Reiner Machtmensch, macht dann was "man" (die mächtigen Oligarchen) von ihr verlangt, Hauptsache sie wird Präsidentin.
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  • Kommentar von M.Krebser, Thun
    Washington soll sich nicht in innere Angelegenheit anderer Staaten einmischen. Sie hinterlassen nur Chaos und Elend. Ein in interessanter Artikel "Washington Threatens The World — Paul Craig Roberts".
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