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International Hinrichtung: Häftling ringt 25 Minuten mit dem Tod

Ein Mörder ist in den USA mit einer neuen Giftmischung hingerichtet worden. Sein Todeskampf dauerte fast eine halbe Stunde. Jetzt wollen seine Angehörigen Klage wegen Grausamkeit einreichen.

Das Hinrichtungszimmer eines Gefägnisses in Ohio.
Legende: Das Sterbezimmer im Gefängnis von Lucasville, Ohio: Hinter dem Vorhang sitzen die Zeugen. Keystone/Archiv

Mehr als zehn Minuten lang hat er nach Luft geschnappt und Geräusche von sich gegeben, erst nach über 20 Minuten war er dann tot. Der verurteilte Mörder ist im US-Bundesstaat Ohio mit einer neuen Giftinjektion hingerichtet worden.

Die Mischung aus einem Beruhigungsmittel und einem Schmerzmedikament sei in den USA noch nie einem Menschen verabreicht worden, berichteten amerikanische Medien. Vergeblich hatte der Anwalt des 53-Jährigen verlangt, die herkömmliche Todesspritze zu verwenden. Der neue Mix löse einen panischen Todeskampf aus, argumentierte er. Das verstosse wegen Grausamkeit gegen die Verfassung.

Ohio wies den Einspruch mit der Begründung ab, es gebe nicht mehr genügend von dem Gift, das üblicherweise für Hinrichtungen verwendet wird. Europa habe den Export dieses Mittels verboten – weil die Todesstrafe dort umstritten sei.

Die Familie des Vergewaltigers und Mörders kündigte an, den Bundesstaat Ohio wegen Grausamkeit und Experimenten an Menschen zu verklagen.

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46 Kommentare

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  • Kommentar von Nin Guna, Zürich
    klassische Salamitaktik der linken Gutmenschen. Weil die Abschaffung der Todesstrafe für Schwerstverbrecher keine Mehrheit findet, versuchen sie es über die künstliche Verknappung von geeigneten Euthanasiemitteln. Der Aufschrei von wegen Folter wirkt da mehr als gestellt. Jeder (Tier-)Arzt hätte ein 100% wirksames, völlig schmerzloses und schnelles Mittel zur Verfügung... aber eben..
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    1. Antwort von Markus Meier, Dübendorf
      Typischer Kommentar der rechten Schlechtmenschen - man behauptet irgend etwas, das nur ganz entfernt mit dem Thema zu tun hat, und versucht, die Diskussion in eine links-rechts-Debatte zu stellen, in denen man selbst die Positionen der "Gegenpartei" vorgibt.
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    2. Antwort von Silvia Gerber, Herzogenbuchsee
      M.M.: soweit ich richtig gelesen habe, ist der Beitrag eigentlich genau aufs Thema bezogen. In Ihrem Beitrag vermisse ich aber leider jegliches Argument.
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  • Kommentar von Freddy Müller, Düsseldorf
    Das Zitat des Staatsanwaltes (auf Spiegel Online zu finden), sagt schon alles: "Der Staatsanwalt argumentierte, es gebe kein Recht auf einen schmerzfreien Tod."
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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Zuerst foltern sie Kriegsgefangene zu Tode. Dann begannen sie, willkürlich Zivilisten in fremden Ländern zu verschleppen und zu Tode zu foltern und nun gehört es auch zum guten Ton, ihre eigenen Leute zu Tode zu foltern. Ich liebe das Spektakel, das die Amis da gegenwärtig abliefern. Popcorn und ein bequemer Sofaplatz - the show must go on!
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