HIV vermehrt auf Philippinen HIV-Neuinfektionen in sechs Jahren um 140 Prozent zugenommen

Laut der UNO lebten Ende 2016 rund 10'500 HIV-positive Menschen auf den Philippinen. Die Zahl steigt weiter an.

Eine Frau zeigt Kondome. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bislang ohne viel Erfolg – die Behörden auf den Philippinen versuchen, die Bevölkerung aufzuklären. Reuters

  • Laut UNO haben die Philippinen in den vergangenen sechs Jahren die am schnellsten wachsende HIV-Epidemie im asiatisch-pazifischen Raum.
  • Die Zahl der Neuinfektionen ist um 140 Prozent gestiegen.
  • Die stärkste Zunahme – nämlich 83 Prozent – verzeichnen die Philippinen bei Männern zwischen 15 und 24 Jahren, die mit anderen Männern Sex haben.

Die philippinischen Behörden ermutigen die Menschen, freiwillige HIV-Tests zu machen und Kondomen zu verwenden. Alleine im Mai 2017 gab es 1098 neue Fälle von HIV-Infektionen auf den Philippinen. Dies sei die höchste aufgezeichnete Anzahl von neuen Fällen seit 1984.

Das Land könne die Bedrohung der öffentlichen Gesundheit bis 2030 noch beenden, wenn die Regierung ihren Fokus auf die am stärksten gefährdeten Standorte und Menschen richte, sagte Eamonn Murphy von der UNO. 83 Prozent der neuen HIV-Fälle träten bei Männern auf, die Sex mit Männern sowie bei Transgender Frauen, die Sex mit Männern hätten.

Zwei von drei neuen HIV-Infektionen betreffen 15 bis 24-jährige Männer. Sie hätten ein unzureichendes Bewusstsein für HIV, so die philippinischen Behörden. Die meisten von ihnen hatten ihre erste sexuelle Begegnung mit 16 Jahren und wurden erst acht Jahre später auf HIV getestet.