Hochwasser-Pegel stagnieren

Das Elbe-Wasser hat vielerorts seinen Höhepunkt erreicht. Mehrere Orte im nördlichen Teil Deutschlands kämpfen aber weiter mit den Fluten.

An den meisten Orten entlang der Elbe stagnieren oder sinken die Pegelstände mittlerweile. Die Wassermassen drücken dennoch weiter auf die Deiche. Nach dem Bruch eines Deiches bei Fischbeck im Bundesland Sachsen-Anhalt müssen weitere überflutete Orte evakuiert werden.

Die Lage war am Morgen in einigen Orten dramatisch. Das teilte der Krisenstab der Landesregierung mit. Schon in der Nacht wurden Bewohner nahe Fischbeck aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen. Am Morgen wurden auch die Menschen in zwei Ortschaften weiter flussabwärts aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Es bestehe Lebensgefahr.

Tod durch Stromschlag

In Aken, ebenfalls in Sachsen-Anhalt, starb ein 61jähriger. Er wurde nach Polizeiangaben durch einen Stromschlag getötet. Der Mann wollte seinen vollgelaufenen Keller auspumpen. Den Schlag habe er bei Arbeiten an einer elektrischen Anlage bekommen.

Seine Ehefrau erlitt einen Schock und kam ins Krankenhaus. In den vergangenen Tagen hatte es im Zusammenhang mit dem Hochwasser in Deutschland bereits mindestens acht Tote gegeben.

Bahnverkehr eingeschränkt

Weiterhin sind auch wichtige Fernverkehrsstrecken der Deutschen Bahn vom Hochwasser betroffen. Die flutbedingte Sperrung einer Elbbrücke bei Schönhausen in Sachsen-Anhalt wird auch am Mittwoch Verspätungen im Bahnverkehr verursachen.

Freigegeben wurde dagegen nach Angaben der Deutschen Bahn eine bisher gesperrte Elbbrücke in Biederitz bei Magdeburg. Über sie sollen nun die ICE-Züge der Strecke Köln-Berlin fahren. Es komme aber zu Verspätungen; auch auf der Strecke Berlin-Frankfurt am Main sei weiter mit Verzögerungen zu rechnen.