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International Homo-Ehe bringt in Paris hunderttausende Gegner auf die Strasse

In Frankreichs Hauptstadt Paris hat eine Grossdemonstration gegen die geplante Ehe für Homosexuelle stattgefunden. In den Sternmarsch in Paris reihten sich Katholiken, Konservative und Muslime, aber auch evangelikale Christen und selbst Homosexuelle ein.

Demonstranten mit Schildern und einem Transparent.
Legende: Zehntausende sind in Paris auf die Strasse gegangen, um ihre Ablehnung der Ehe für Homosexuelle kundzutun. Reuters

Mehrere Hunderttausend Franzosen haben am Sonntag gegen die geplante Einführung der Homo-Ehe demonstriert. Die Organsiatoren sprachen von einer Millionen Teilnehmern, die Polzei von 340'000.

Die Demonstranten trugen Schilder mit Aufschriften wie «Wir stammen alle ab von einem Mann und einer Frau» und «Hoden haben keine Eizellen». In den Sternmarsch in Paris reihten sich Katholiken, Konservative und Muslime, aber auch evangelikale Christen und selbst Homosexuelle ein.

Grosser Widerstand gegen Hollandes Plan

Frankreichs Präsident François Hollande hatte ein Gesetz versprochen, das Lesben und Schwulen die Eheschliessung und Adoptionen ermöglicht. Noch in diesem Monat soll das Parlament erstmals über den Gesetzentwurf diskutieren.

Legende: Video Grossdemonstration in Paris (unkommentiert) abspielen. Laufzeit 00:24 Minuten.
Aus News-Clip vom 13.01.2013.

Gerade in ländlichen Gebieten Frankreichs hat der Plan Hollandes unerwartet heftigen Widerstand hervorgerufen. Bereits im vergangenen Jahr hatten geschätzte 100'000 Menschen gegen das Vorhaben demonstriert.

Umfragen zeigen zwar eine Mehrheit für die Einführung der Homo-Ehe, doch das Adoptionsrecht für Schwule und Lesben wird von den meisten Franzosen abgelehnt. Die Debatte über das Gesetzespaket im französischen Parlament soll am 29. Januar beginnen.

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Geschätzter Herr Knecht, ich gebe Ihnen Recht, was Ihre Worte über die antiken Griechen und Römer betrifft. Ich habe diese deshalb erwähnt, weil sie die bekanntesten Beispiele aus der Weltgeschichte sind, und wollte auch etwas näher darauf eingehen, aber leider hat die hoch verehrte und gnädige Frau Netiquette meinen zweiten Beitrag weggeblasen. - Zum Thema dieses Blogs: Erst in der nächsten Generation werden wir wirklich wissen, was die allgemeine Liberalisierung gebracht hat.
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    1. Antwort von Georg Büchner, St. Gallen
      Also ich bin ganz froh, dass wir in einer liberalen Gesellschaft leben. Es gelten Werte wie Freiheit und Selbstverantwortung, der Staat kann sich nur sehr beschränkt ins Privatleben der Bürger einmischen und niemand wird aufgrund seiner Religion, Meinung, Hautfarbe oder sexueller Orientierung hingerichtet. Jeder kann sich am demokratischen Prozess beteiligen. Aber falls sie lieber in einem totalitären Gottesstaat leben wollen: Der Iran ist auch ganz schön!
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  • Kommentar von R.G., Bern
    Die Moslems können nur wegen unserer Toleranz in Europa sein und von unserem (noch) Wohlstand profitieren. Jetzt demonstrieren sie gegen genau die Leute welchen sie eigentlich Dankbarkeit schuldeten. Sollen sie doch wieder in ihre Gottesstaaten zurück, wenn sie unsere Offenheit nicht zu schätzen wissen.
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  • Kommentar von R.G., Bern
    Wie viele disfunktionale Heti-Ehen gibt es denn? Wieso werden 50% der Ehen geschieden? Kinder von Alleinerziehenden wachsen ebenfalls ohne Vater oder Mutter auf. Homosexuelle bezahlen wie alle anderen ihre Steuern und leisten Militärdienst. Sie haben die gleichen Pflichten wie jeder Staatsbürger. Wieso sollten sie nicht die gleichen Rechte haben wie heterosexuelle Eheleute? Erbsteuern bezahlen, keine Einsicht in die Krankenakte des Partners haben, wenn dieser nicht ansprechbar ist etc. etc.
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