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International Im Kampf gegen die Zeit: Suche nach Überlebenden

Noch immer werden elf Menschen aus dem Unglücksflug GE235 in Taiwan vermisst. Taucher suchen den trüben Fluss nach ihnen ab. Der getötete Pilot wird in Medienberichten als Held gefeiert, weil er Schlimmeres verhindert habe.

Legende: Video Noch immer Vermisste in Taiwan abspielen. Laufzeit 1:10 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.02.2015.

Spezialtaucher haben einen Tag nach dem Flugzeugabsturz ihre Suche nach den Passagieren aufgenommen. Von den 58 Menschen an Bord des Fluges GE235 kamen mindestens 32 Menschen ums Leben, elf Personen gelten weiter als vermisst.

Mit einem Kran konnten die Rettungskräfte sowohl die Front als auch das Heck des Flugzeugtyps ATR 72 aus dem Wasser ziehen. Aber es liegen weiterhin Teile der Maschine im Fluss. Der Regen, die Strömung und das trübe Wasser erschweren die Suche, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Laut einer Rettungskraft ist das Wasser zudem so kalt, dass die Taucher ihre Suche jeweils nach rund einer Stunde unterbrechen mussten.

Leichen der Piloten entdeckt

Die Leichen des Piloten, Kopiloten und Flugingenieurs konnten in der Nacht auf Donnerstag geborgen werden. Wenig später wurden die Körper von zwei Passagieren einen halben Kilometer von der Absturzstelle entfernt im Wasser entdeckt.

Die Einsatzkräfte befürchten, dass noch mehr Menschen von der Strömung abgetrieben worden sein könnten. Mehr als 24 Stunden nach dem Absturz sinke die Hoffnung auf Überlebende deutlich.

Derweil wurde der getötete Pilot Liao Chien Tsung in Medienberichten zum Helden erklärt. Der 41-Jährige habe geistesgegenwärtig eine noch grössere Katastrophe verhindert, als er die Maschine in den Fluss steuerte.

Vorwürfe gegen Airline

In taiwanesischen Medien wurden schwere Vorwürfe gegen die Airline Transasia erhoben. Eine Zeitung behauptete, dass sich vor dem Abflug andere Piloten über Probleme mit einem Triebwerk der Maschine beschwert hätten, Transasia das aber nicht näher verfolgt habe.

«Das ist falsch», konterte Transasia-Vizechef Wang Cheng-chung in einer Pressekonferenz. Die Fluggesellschaft habe alle nötigen Sicherheitsuntersuchungen durchführen lassen und die Unterlagen darüber an die Behörden weitergegeben.

Flugverbot für den Typ ATR 72

Als Vorsichtsmassnahme erteilte Taiwans Luftverkehrsbehörde allen Flugzeugen des Typs ATR 72 ein Startverbot. Während der vergangenen 20 Jahre hatte es vier schlimme Flugzeugabstürze mit ATR 72-Maschinen von taiwanesischen Fluggesellschaften gegeben. Bei einem Unglück im Juli des vergangenen Jahres war eine Maschine der Transasia des gleichen Typs bei einem Sturm auf der Insel Penghu in ein Wohngebiet gestürzt. 48 Menschen kamen ums Leben.

ATR 72

ATR 72
Legende: Wikipedia

Die ATR 72 wird von einem französisch-italienischen Konsortium hergestellt. Die Maschine hat zwei Propellerturbinen. Seit 1988 wurden 703 Flugzeuge dieses Typs hergestellt.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Vielleicht sollte man auch noch deren Opfer und Angehörigen gedenken. Mein tiefes Beileid an sie und den Überlebenden beste Genesung. Zur Fliegerei. Der extreme Konkurrenzkampf und Preisdruck, wirkt sich sicher nicht förderlich auf Personalausbildung (Boden oder Luft) und technischer Service/Unterhalt der Maschinen aus. Gerade im Transportwesen, sollten wir von Schnäppchenjäger und „Geiz ist Geil“ Mentalität Abstand nehmen. Teuer ist nicht immer gut, billig aber noch weniger :-(
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  • Kommentar von werner ammann, winterthur
    Im heutigen Blick schreibt. Guido Felder ( Todesflug in den Fluss ) dass diese Flugzeuge öfters mal ein Triebwerk-Problem haben. Ich kenne dieses Triebwerk nicht. Aber genau für Triebwerksausfälle beim Start, wird im Simulator ja richtig geübt !!! Bei allen Gesellschaften ?? Das bezweifle ich sehr. Safty first. oder doch eher Geld zuerst ??
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  • Kommentar von werner ammann, winterthur
    Es sind über 700 Flugzeuge gebaut worden. Komisch ist nur, dass 4 Maschinen von taiwanesischen Fluggesellschaften abgestürzt sind . Ausbildung der Piloten ? Technischer Unterhalt ?
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