In Peking ist nicht ans Aufatmen zu denken

So schlimm und anhaltend war der Smog noch nie. Den Menschen in Peking bleibt nur die Atemschutzmaske. Viele werden krank. Empörung und Angst im Volk wachsen.

Personen mit Gesichtsmasken. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Gesichtsmaske wird in Peking zu einem unvermeidbaren Utensil. Reuters

Erneut Smogalarm in Peking: Wegen der ungewöhnlich hohen Schadstoffbelastung hat Chinas Hauptstadt wieder den Luftnotstand ausgerufen.

Kinder, Alte und Kranke sollten gar nicht vor die Tür gehen, rieten die Behörden. Gewarnt wird vor «starken Irritationen und Symptomen, die Krankheiten auslösen».

In den Spitälern stieg die Zahl der Patienten mit Atemwegleiden sowie Herz- und Kreislauferkrankungen sprunghaft. Im Pekinger Boai Spital nahm die Zahl der Patienten um das Zwei- bis Dreifache zu, wie Zeitungen berichteten. Meist seien es alte Menschen und Kinder. Der besonders gefährliche Feinstaub erreichte in Peking das 20-Fache des von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlenen Grenzwertes.

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Smog hält Peking im Würgegriff

0:25 min, aus Tagesschau am Mittag vom 29.1.2013

Trotz des schlimmen Smogs riefen die Behörden allerdings nur die dritthöchste Alarmstufe «Gelb» aus. Ein Drittel der Dienstwagen sollte nicht fahren. Rund 100 Fabriken sollen die Produktion einzustellen.

Der Smog in Peking wird laut Greenpeace-Sprecherin Zhou Rong auch durch den Kohlebrand im Umland mitverursacht. Während Peking gegen sein Luftverschmutzung vorgehe, blieben benachbarte Metropolen und Regionen untätig, sagte Zhou Rong. «Es bringt wenig, wenn nur eine Stadt etwas tut», sagte sie.