Zum Inhalt springen
Inhalt

International IS-Anhänger betreibt Menschenschmuggel in Italien

Von Italien aus hat ein Anhänger der Terrormiliz IS einen Schleuserring betrieben. Er hat mit gefälschten Arbeitsverträgen und Lohnabrechnungen Arbeitsvisa für Migranten beschafft. Neben dem 41-jährigen Tunesier wurden auch sieben Komplizen verhaftet.

Einige Flüchtlinge in einem Park.
Legende: Der Menschenhändler hat Migranten zu Arbeitsstellen verholfen. Keystone

Ein Anhänger der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat Ermittlern zufolge einen Schleuserring in Italien angeführt. Der 41-jährige Tunesier und sieben weitere mutmassliche Komplizen seien festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

Die Bande benutzte demnach gefälschte Arbeitsverträge und Lohnabrechnungen, um so Arbeitsvisa für Migranten zu beschaffen. Dabei habe ein Textilunternehmen in der Nähe von Neapel geholfen. Unter den acht mutmasslichen Mitgliedern des Schleuserringes war den Behörden zufolge kein Italiener.

IS-Leute schleusen Migranten über das Mittelmeer

Der mutmassliche Extremist war den Ermittlern zufolge bereits wegen Drogenschmuggels festgenommen worden und radikalisierte sich immer weiter. So soll er gefeiert haben, als Islamisten im November eine Anschlagsserie in Paris begingen und dabei 130 Menschen töteten. Staatsanwalt Franco Roberti sagte der Nachrichtenagentur AGI, es bestehe die Gefahr, dass Personen mit engem Kontakt zu Dschihadisten auch den Menschenschmuggel kontrollierten.

Erst am Mittwoch hatten die italienischen Behörden bekanntgegeben, dass der IS möglicherweise die Überfahrt von Zehntausenden Migranten über das Mittelmeer organisiert. Seit Anfang 2014 haben mehr als 420‘000 Einwanderer diesen Weg gewählt. Die meisten von ihnen nutzen dabei die chaotischen Zustände in Libyen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

13 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Klingt plausibel, das mit dem Schlepper-& Schleusergeschaeft doch gute Geschaefte und Profit gemacht werden kann. So was lässt sich die IS sicherlich nicht entgehen. Was meint woh NB aus Winterthur dazu ? (smile)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Fritz Frei (Fritz Frei)
    Dem IS ist jedes Mittel recht, um an Geld zu kommen. Denn um Geld und Macht geht es denen, nicht um Religion oder Ideologie. Schliesslich besteht die Führung grossenteils aus ehemaligen Schützlingen von Saddam Hussein, die an luxuriösen Lebensstil und absolute Macht gewöhnt sind.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Michelle Frick (michelle16)
    Wenn wunderts? Mit sovielen flüchtlingen kann keiner den überblick behalten. Ist eigentlich jedem normal denkenden bürger einleuchtend, aber die politiker gauckeln einem immer noch vor, dass sie alles unter kontrolle haben und in den medien wird nichts anderes berichtet. Komisch eigentlich, kämpften nicht die nachkommen der 2. weltkriegsbeteiligten für mehr pressefreiheit und realismus? Wieso ist dies verschwunden?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Angela Keller (kira)
      Haben die Politiker je die Wahrheit gesagt? Glaube nicht. Man muss uns doch immer besänftigen und etwas vorgauckeln auch wenn es nicht der Realität entspricht. Sie vergessen dabei, dass wir mündige Bürger sind und unsere Nachrichten aus vielen Quellen haben.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen