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International IWF schnürt milliardenschweres Hilfspaket für Ägypten

Der Internationale Währungsfonds IWF greift dem krisengeschüttelten nordafrikanische Land mit zwölf Milliarden Dollar unter die Arme. Die Konjunkturspritze ist allerdings an Auflagen gebunden: Ägypten soll die Ausgaben im öffentlichen Dienst reduzieren.

Der Internationale Währungsfonds hat ein zwölf Milliarden Dollar schweres Kreditpaket für Ägypten geschnürt. Er will damit dem nordafrikanischen Land bei der Umsetzung von Wirtschaftsreformen helfen.

Ägyptische Traderin
Legende: Kann das Konjunkturprogramm die ägyptischen Märkte wieder fit machen? (Symbolbild). Keystone

Die Programm laufe über drei Jahre, teilte der Fonds am Freitag in Washington mit.Die Entscheidung war vom Führungsgremium des IWF abgesegnet worden. 2,75 Milliarden Dollar sollen unverzüglich ausgezahlt werden.

Die politischen Massnahmen, die das Programm unterstützen solle, seien dazu gedacht, das ägyptische Haushaltsdefizit zu verringern und das Wachstum anzukurbeln.

Ägyptisches Pfund hat stark an Wert eingebüsst

Ägypten hat sich im Gegenzug verpflichtet, die Personalausgaben im öffentlichen Dienst zu verringern und die Subventionen für Treibstoff zu kürzen.

Seit dem Sturz von Ex-Machthaber Husni Mubarak vor fünf Jahren machen Touristen und Investoren einen Bogen um das Land am Nil. Devisen kommen kaum noch in das auf Importe angewiesene Land, das ägyptische Pfund hat stark an Wert verloren.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Da scheinen sich einige den Beitritt Ägyptens in die EU als möglich zu erwägen. Warum nicht? Ob Türkei oder Ägypten ist doch egal. Ob die Griechen diesen Schritt fair finden werden ist auch egal. Die können ja aus der EU aussteigen, denn für sie wird es wahrscheinlich nichts mehr geben. Für Lagard, Merkel, Junker, Obama ist es doch egal, wer mit wem, hauptsache man gehorcht, und mukst nicht auf. So dass die G20 (Globalisierten20) endlich das Recht vor den "dummen" Menschen haben.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Der IWF ist der Traum jedes Staates und entpuppt sich nicht selten als Albtraum für die meisten Bürger. Selbstverständlich ist es gut, dass ein Staat in Nöten die Personalkosten reduziert. Nur wird in Ägypten der Ärger vorprogrammiert sein, da der Staat auf die Loyalität seiner Beamten stark angewiesen ist. Der kleinste Hauch von neuen Unruhen könnte das Land weit mehr schaden als der IWF hilft.
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