Zum Inhalt springen

International Journalisten-Autos vor Schumacher-Klinik weggewiesen

Das Spital in Grenoble, in welchem der schwer verletzte Michael Schumacher im Koma liegt, will wieder normaler funktionieren. Deshalb wurden die Journalisten angewiesen, ihre Fahrzeuge wegzuräumen. Die Managerin Schumachers informierte heute, dass sich sein Zustand nicht verschlechtert habe.

Legende: Video Schumachers Managerin: «Die gute Nachricht: Sein Zustand ist stabil.» abspielen. Laufzeit 0:31 Minuten.
Aus News-Clip vom 01.01.2014.

Die Klinik in Grenoble, in welcher der schwer verletzte frühere Formel-1-Pilot Michael Schumacher behandelt wird, sieht seinen Betrieb gefährdet. Die internationalen Journalisten wurden deshalb angewiesen, ihre Übertragungswagen vom Parkplatz vor dem Krankenhaus abzuziehen.

Für die Fahrzeuge wurde ein unmittelbar angrenzendes Gelände zur Verfügung gestellt. Der grosse Andrang von Medienvertretern hatte in den vergangenen Tagen zunehmend die regulären Abläufe im Krankenhaus beeinflusst. Teils gab es Behinderungen in der Einfahrt zur Notfallaufnahme.

«Die gute Nachricht: Es geht ihm nicht schlechter.»

Der Zustand von Michael Schumacher am Neujahrstag ist unverändert kritisch. «Michael wird weiterhin sorgfältig überwacht», sagte seine Managerin Sabine Kehm bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz vor dem Universitätsklinikum Grenoble.

Dort liegt der 44-Jährige seit seinem schweren Skiunfall am vergangenen Sonntag mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma im künstlichen Koma.

Für den Moment sei Schumacher stabil «und derzeit ist das die gute Nachricht», sagte Kehm weiter. Sie betonte, sein Zustand sei weiterhin kritisch. Ähnlich wie zuletzt die Ärzte wollte sie keine Aussagen zur Prognose des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters machen.

Neue Details zum Unfallhergang

Unter Berufung auf Schumachers Begleiter schilderte seine Managerin zudem den mutmasslichen Hergang des Unfalls. Kurz vor dem Unfall soll Schumacher demnach in den Tiefschneebereich zwischen zwei Pisten gefahren sein. Beim Ansatz zu einer Wende sei er dann in einen Felsen gefahren und durch die Luft geschleudert worden. Schliesslich sei Schumacher kopfüber auf einen Felsen gestürzt.

Der 44-Jährige erlitt dabei ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Seit seiner Einlieferung in das Spital in Grenoble ist er bereits zwei Mal operiert worden. Mit der zweiten Operation gelang es den Ärzten nach eigenen Angaben, den Innendruck in Schumachers Schädel zu verkleinern. «Wir haben mehr Zeit gewonnen», sagten die Mediziner. Sie sprachen nach dem Eingriff von einer «leichten Verbesserung» der Situation.

Kritik an Journalisten vor Ort

Schumachers Schicksal sorgt weltweit für Anteilnahme. Viele Zeitungen hoben das Thema zum Jahreswechsel auf die Titelseiten. Vor dem Spital in Grenoble herrscht Ausnahmezustand. Journalisten aus der ganzen Welt, aber auch Fans warten dort auf weitere Neuigkeiten.

Schumachers Managerin Kehm forderte insbesondere die Presse auf, die Privatsphäre des Sportlers zu respektieren. Sie berichtete unter anderem von einem Journalisten, der sich als Priester verkleidet hatte und sich so Zutritt zum Krankenzimmer verschaffen wollte.

Das ist ein Schädel-Hirntrauma

Die Diagnose bei Michael Schumacher lautet Schädel-Hirntrauma. Was das bedeutet und wie diese Verletzung behandelt wird, zeigt ein Beitrag von «Puls».

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

12 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Kurt Schrag, Liebefeld
    Wenn ein solcher Unfall einem Normalsterblichen passiert, würde - wenn überhaupt - eine max. 5 Zeilen lange Notiz in ein oder zwei Zeitungen erscheinen. FS-DRS sandte eine Sonderkorrespondentin nach Grenoble, die kaum in einem **-Hotel und wenn möglich mehrere Tage residiert, um nachzuplappern was die einschlägigen Agenturen bereits weltweit verkündet hatten. Die verschwendeten Konzessionsgelder könnten für ein besseres eigenes Sylvesterprogramm eingesetzt werden als den "S...ch-Stadel.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marcello, Wädenswil
    Tragisches Schicksal - aber Schumi wird leider nicht mehr der Gleiche sein wie vorher! Aus eigener Erfahrung kann ich dies bestätigen, da meine Frau nach einem Hirnschlag vor bald 4 Jahren immer noch bettlägerig ist und erst ein paar wenige Worte sprechen kann! Und eine Hirnblutung soll ja noch gravierender sein. Aber vielleicht hat er Glück wie Dani Albrecht, der ein einigermassen normales Leben wieder leben kann. Good luck auf alle Fälle.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M.Züger, St.Gallen
    Wenn es wirklich an dieser Stelle passiert ist, dann sollte dort eigentlich keine grosse Gefahr bestehen. Diese Stelle ist so nah an sogar 2 Pisten, dass die Hänge dort gesichert sind. Eher wahrscheinlich ist, dass es sogar zu wenig Schnee gehabt hat, und Herr Schumacher das Tempo zu wenig angepasst hat. Aber nur wegen Abseits der Piste fahren ist dieser Unfall sicher nicht passiert.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen