Kampf der Kinderarbeit

Kein kindgerechtes Leben: Millionen von Kindern müssen arbeiten, um ihre Familien zu unterstützen. Oft sind die Arbeitsbedingungen katastrophal. Am 12. Juni ist der offizielle Tag gegen Kinderarbeit.

Ein kleiner Junger bestickt ein Kleidungsstück mit Perlen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein pakistanischer Junge arbeitet in einer Kleiderfabrik. Keystone

Auf 10,5 Millionen schätzt die Internationale Arbeitsorganisation ILO die Zahl der Kinder weltweit, die als Hausangestellte arbeiten müssen – oftmals unter gefährlichen oder gar sklavenähnlichen Bedingungen. 6,5 Millionen dieser Kinderarbeiter seien unter 15 Jahre alt, mehr als 71 Prozent von ihnen Mädchen, heisst es in einem Bericht.

Die Kinder, die Hausarbeiten wie Putzen, Bügeln, Kochen, Gärtnern und Wasserholen verrichteten und sich um andere Kinder oder Pflegebedürftige kümmerten, seien meist isoliert von ihren Familien. Dies mache sie äusserst verwundbar für ausbeuterische Arbeitsbedingungen, für psychische, physische und sexuelle Gewalt.

Auch die Hilfsorganisation World Vision fordert Regierungen und Verbraucher zum Einsatz gegen Ausbeutung von Kindern auf. Allein in Asien arbeiteten fast 48 Millionen Kinder unter gefährlichen, schmutzigen und entwürdigenden Bedingungen – zum Beispiel in der Textilindustrie, Landwirtschaft oder auf dem Bau.